Oldenburg - Die Baskets Bonn wussten am Samstagabend in Oldenburg gar nicht, wie ihnen geschieht. Braydon Hobbs dirigierte das Spiel der Gastgeber beim 106:87-Heimerfolg meisterlich und Keith Hornsby rauschte nur so durch die Zone der Rheinländer – so schnell konnten die Bonner gar nicht gucken. Die Einzelkritik der EWE Baskets Oldenburg:

Keith Hornsby (24 Punkte/2 Dreier/3 Rebounds/3 Assists/22:42 Minuten Einsatzzeit): Wenn der US-Amerikaner einmal heiß läuft, dann ist er schwer zu stoppen. Von der Dreierlinie (2/6) war der 29-Jährige diesmal nicht so erfolgreich. Egal, dann versenkt Hornsby die Bälle eben aus der Nah-und Mitteldistanz (8/9). Nach glänzenden zuspielen seiner Mitspieler, flitzte der Guard nur so durch die Zone der Bonner und versenkte Korbleger um Korbleger.

Sebastian Herrera (18 Punkte/4 Dreier/3 Rebounds/1 Assist/1 Steal/22:18 Minuten): Machte eine starke Partie und war von der Dreierlinie makellos – versenkte alle vier Versuche aus der Distanz. Beim Erfolg gegen Chemnitz Anfang Dezember 2020 schaffte der Deutsch-Chilene 18 Punkte. Auch gegen Bonn kam er am Samstag auf diesen Wert.

Phil Pressey (13 Punkte/2 Dreier/3 Rebounds/4 Assists/17:18 Minuten): Brauchte etwas, um in Gang zu kommen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten steigerte sich Pressey von Minuten zu Minute und war nach der Pause voll da.

Rasid Mahalbasic (12 Punkte/5Rebounds/4 Assists/3 Steals/15:46 Minuten): Brauchte wie Pressey fast eine Halbzeit, um offensiv seinen Rhythmus zu finden. Bewies aber schon früh sein feines Auge für den Mitspieler und war auch als Balldieb erfolgreich.

Braydon Hobbs (11 Punkte/3 Dreier/6 Rebounds/9 Assists/5 Steals/22:42 Minuten): Der Maestro zeigte ein überragendes Spiel und sucht in dieser Saison immer mehr selbst den Abschluss. Der Ball-Virtuose setzte seine Mitspieler immer wieder exzellent in Szene und schrammte nur haarscharf am Double-Double vorbei.

Martin Breunig (10 Punkte/6 Rebounds/4 Assists/1 Steal/20:21 Minuten): Ackerte und kämpfte offensiv wie defensiv. Sammelte sechs Rebounds und bewies auch ein gutes Auge für den freien Nebenmann. Spielte gegen seinen Ex-Club stark auf.

Rickey Paulding (7 Punkte/2 Rebounds/1 Steal/20:07 Minuten): Zeigte ein solides Spiel, nahm sich aber etwas zurück und fiel nicht allzu sehr auf. Brauchte der Kapitän aber auch nicht, da seine Mitspieler ihren Job machten.

Philipp Schwethelm (5 Punkte/1 Dreier/2 Assists/16:48 Minuten): Spielte gegen Bonn solide auf. Hatte etwas Pech im Abschluss. Traf nur einen seiner vier Versuche aus der Distanz.

Karsten Tadda (4 Punkte/1 Assists/3 Steals/19:17): Verteidigte die Bonner eng und ließ ihnen kaum Platz. War zweimal aus der Nah-und Mitteldistanz erfolgreich.

Norris Agbakoko (2 Punkte/1 Steal/3:53 Minuten): Durfte knapp vier Minuten ran, erzielte einen Korb und klaute sogar kurz vor Schluss noch den Ball.

Jacob Hollatz (1 Assist/3:53 Minuten): Stand wie Agbakoko knapp vier Minuten auf dem Parkett und verzeichnete einen Assist.

Tomislav Gabric (1 Assist/14:55 Minuten): War gegen Bonn – anders als noch bei seinem Debüt gegen Würzburg vergangene Woche – offensiv kein Faktor. Machte dafür defensiv seinen Job.

Baskets Bonn: Micovic 21Punkte/3 Dreier, Babb 19/5, Lukosius 13/1, De Oliveira 7, Hudson 6, Thompson Iv 6, Dileo 5/1, Hamilton 5, Kratzer 4, Binapfl 1.

Niklas Benter
Niklas Benter Sportredaktion