OLDENBURG - EM-Einsatz in Wien für Christiane Willuweit: Die 35-jährige Rettungsassistentin der Oldenburger Johanniter arbeitete drei Tage lang in der österreichischen Hauptstadt. Eingesetzt war sie für insgesamt 30 Stunden in der Fan-Zone. Behandeln musste die freiwillige Helferin in der Sanitätshilfsstelle aber nur Fußballfans mit kleineren Verletzungen.
„Es war toll, dass die Fans verschiedener Nationen alle friedlich untereinander waren und es kaum zu Transporten in die Kliniken kam“, erzählt Christiane Willuweit nach ihrer Rückkehr.
Zu ihrem Einsatz in Österreich war Christiane Willuweit gekommen, als die EM-Organisatoren über die Johanniter-Bundesgeschäftsstelle Rettungsassistenten gesucht hatten. Die 35-Jährige, deren Fußball-Herz für den VfB Oldenburg und Werder Bremen schlägt, sagte sofort zu. Für den Job musste sie aber Urlaub nehmen.
Ihren Dienst in der Fan-Zone erledigte die Oldenburgerin u.a. mit Kollegen aus Ungarn und Italien. „Aufgrund der Deutschkenntnisse der Kollegen konnte man sich gut verständigen“, sagt Christiane Willuweit. Komplizierter sei teilweise die Verständigung mit den Patienten gewesen. Wenn sie deren Sprache nicht verstand, habe sie „mit Händen und Füßen geredet“.
In vier Jahren bei der EM in Polen und der Ukraine will sie wieder dabei sein. Eine Anfrage der polnischen Sektion der Johanniter-Unfall-Hilfe liege bereits vor. Auch St. Johns Ambulance aus Südafrika, die Johanniter-Organisation des Gastgeberlandes der nächsten Fußball-Weltmeisterschaft, sucht noch Sanitätspersonal. „Aber da ist mir der Weg dann doch zu weit", sagt Willuweit.
