Oldenburg - Die EWE Baskets Oldenburg haben zum sechsten Mal in Folge und zum 14. Mal insgesamt die Playoffs in der Basketball-Bundesliga erreicht. Am Freitagabend gewann das Team mit 97:75 (55:44) gegen die BG Göttingen und kann (wegen der Würzburger 77:87-Niederlage in Ludwigsburg) in den beiden noch ausstehenden Punktspielen nicht mehr hinter Rang acht zurückfallen. Die Playoffs beginnen am kommenden Wochenende, der Gegner steht – genau wie die Oldenburger Endplatzierung – noch nicht fest.
Bester Werfer der Baskets, die nach einigen Problemen in der Anfangsphase im Laufe der Partie stark aufspielten, war am Freitagabend Rasid Mahalbasic, der 22 Punkte erzielte. Für Göttingen sammelten Dennis Kramer und Darius Carter die meisten Zähler (jeweils 11).
Bei den Gästen stand der Ex-Oldenburger Dominic Lockhart in der Startformation, während der zweite frühere Baskets-Profi, Kramer, später von der Bank kam. Oldenburgs Trainer Mladen Drijencic schickte zu Spielbeginn Mickey McConnell, Durand Scott, Rickey Paulding, Philipp Schwethelm und Rasid Mahalbasic aufs Feld.
Diese Fünf gerieten vor 5604 Zuschauern in der großen Arena schnell mit 2:7 in Rückstand und benötigten einige Minuten, um ihren Rhythmus zu finden. Der Tabellen-15. Göttingen spielte forsch auf, wobei vor allem Lockhart und Kramer (beide erzielten im ersten Viertel jeweils sieben Punkte) als Schützen in Erscheinung traten. Zum Viertelende führten die Gäste mit 27:25.
In der 13. Minute hatte Drijencic plötzlich relativ viel Zeit, um sein Team nochmals auf die starken Göttinger einzustellen. Da an einem Korb das Netz beschädigt war, mussten zwei Helfer mit einer Leiter anrücken, um es gegen ein neues auszutauschen. Drijencic redete in dieser unvorhergesehenen Pause energisch auf sein Team ein. Danach gelang es den Oldenburgern vor allem durch einige Distanzwürfe, mit einigen Punkten davonzuziehen. Die von Johan Roijakkers trainierten Gäste mussten nun etwas abreißen lassen, zur Halbzeitpause führten die Baskets mit elf Punkten.
Und diese Führung hatte nicht nur Bestand, die Baskets bauten sie aus. Vor allem Mahalbasic war nun kaum mehr zu stoppen, der Center aus Österreich sammelte Punkt um Punkt. Auf der anderen Seite ließ die Defensive der Baskets die Göttinger nun nicht mehr so gewähren wie noch in der Anfangsphase.
Ihre nächste Partie bestreiten die Baskets an diesem Sonntag. Um 17.30 Uhr tritt das Team zum vorletzten Hauptrundenspiel bei RP Ulm an. Die Ulmer setzten sich am Freitag mit 89:82 bei den Eisbären Bremerhaven durch.
