OLDENBURG - Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen – dies dürfte auch für die Basketballer der chinesischen U-16-Nationalmannschaft gelten, die eine zehntägige Europa-Visite mit einem Auftritt in der Oldenburger EWE-Arena krönte. Gegen die Junior Baskets, die ihre Saison in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga inzwischen abgeschlossen haben, unterlagen die Youngsters aus China am Wochenende zwar knapp mit 72:74, freuten sich aber dennoch über die wertvollen sportlichen Erfahrungen und natürlich auch über die vielen Erlebnisse abseits der Spielhallen.

In Oldenburg wurden Team und Betreuer am vergangenen Sonnabend auch im Rathaus willkommen geheißen, bevor sie einen Stadtrundgang genießen durften. Eine Visite im Trainings-Center der Baskets konnte da selbstverständlich nicht fehlen, Baskets-Geschäftsführer Hermann Schüller hatte hier eine spontane Einladung ausgesprochen.

Das Spiel gegen die Chinesen entwickelte sich in der Arena dann zu einem unterhaltsamen Schlagabtausch auf Augenhöhe. Zwar profitierten die Oldenburger von ihren physischen Vorteilen, hatten mit dem disziplinierten und außergewöhnlich gut strukturierten Team-Basketball ihrer Gäste aber ordentlich zu kämpfen. Dass es am Ende zu einem knappen Sieg reichte, freute Oldenburgs Trainer Thomas Glasauer trotz der mangelnden Relevanz der besonderen Begegnung: „Es war schön, einmal wieder in der Arena spielen zu können. Das hat meine Jungs ein klein wenig mit dem Playoff-Ausscheiden versöhnen können.“

In China steht Basketball in der Gunst der Fans hoch im Kurs: Spätestens seit dem Wechsel des Nationalspielers Yao Ming in die nordamerikanische Profiliga NBA herrscht eine wahre Euphorie um das Spiel mit dem orangefarbenen Ball. „Im Jugend-Bereich mausert sich China zu einer starken Nation“, sagte Marc Leegwater, Geschäftsführer der Sportagentur, die den Besuch der Chinesen ermöglichte: „Dieses U-16-Team darf man durchaus zu den zehn besten der Welt seiner Altersklasse zählen.“