Oldenburg - Der langen Warteschleife, in der die Regionalliga-Fußballer des VfB im November feststeckten und es vielleicht auch am ersten Dezember-Wochenende tun, kann Stephan Ehlers auch eine gute Seite abgewinnen. „Verletzte Spieler haben so natürlich Zeit, sich wieder heranzuarbeiten“, sagt der Chefcoach der Oldenburger mit Blick auf zwei gestandene Abwehrspieler, die nun mehr oder weniger Optionen für das Heimspiel an diesem Sonntag (14 Uhr, Marschwegstadion) gegen Schlusslicht Altona 93 sind.

„Erdem macht einen guten Eindruck“, sagt Ehlers und meint damit Muhittin „Erdem“ Bastürk, der seit dem ersten Pflichtspiel der laufenden Saison (2:0 im Juli im Landespokal gegen Drittligist Meppen) aufgrund einer langwierigen Zehenverletzung ausgefallen war. Mitte November ist der 26-Jährige wieder ins Training eingestiegen und jetzt auf einem Level angekommen, der einen Startelf-Einsatz nicht unwahrscheinlich macht.

Sollte Ehlers den Defensivspezialisten, den er „eher im Abwehrzentrum als auf der Sechs“ sieht, sofort bringen, wäre eine Option, ihn neben Frederik Lach in die Innenverteidigung zu stellen. Okan Erdogan wäre dann eine Alternative für das defensive Mittelfeld.

Auch für Ahmet Saglam endete in dieser Woche eine längere Leidenszeit. Der im Sommer als Führungsspieler verpflichtete 30-Jährige hatte Anfang September beim 2:2 gegen Norderstedt, dem ersten Spiel unter der Leitung von Ehlers, beide Tore erzielt, wurde dann aber durch einen Ermüdungsbruch im Schienbein außer Gefecht gesetzt.

„Er konnte längere Zeit maximal Fahrrad fahren. Ich denke, dass er in 10 Tagen so weit sein könnte, uns wieder richtig helfen zu können“, sagt Ehlers. Der Trainer kann sich aber durchaus vorstellen, den kopfballstarken Innenverteidiger mit in den Kader zu nehmen und ihn gegebenenfalls für die Schlussphase in die Offensive zu beordern.