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Fußball Behrens holt zum nächsten Volltreffer aus

OLDENBURG - Un- zählige Nachwuchskicker haben einen Traum: Sie wollen Fußball-Profi werden. Einer von ihnen ist Brian Bruno Behrens aus Sande. Der 16-jährige Torjäger, der das Fußballspielen einst als Vierjähriger beim Heidmühler FC erlernte, ehe er im Alter von zwölf Jahren in das Jugendleistungszentrum des VfB Oldenburg wechselte, lebt seit zwei Jahren im Sportinternat des 1. FC Magdeburg.

Nun nimmt der Stürmer die nächste Hürde auf dem Weg zur anvisierten Erfüllung seines großen Traums in Angriff – mit der selben Entschlossenheit, mit der er auf dem Spielfeld zurzeit noch seine Treffer für die U 17 des 1. FCM erzielt. Dort ist der Auswahlspieler des Landes Sachsen-Anhalt mit aktuell 17 Saisontreffern Top-Torjäger der Regionalliga Nordost. Nun hat sich Behrens für einen Wechsel zur neuen Saison zu Eintracht Braunschweig entschieden – obwohl er auch das Interesse von noch namhafteren Clubs wie Schalke 04, Werder Bremen oder Bayer Leverkusen geweckt hatte.

„Bei den Clubs mit den noch größeren Namen wird doch jedes halbe Jahr fast die Hälfte der Mannschaft wieder ausgetauscht, in Braunschweig haben ich stattdessen einen Dreijahresvertrag bekommen“, erläutert Behrens. Und Vater Heiko fügt hinzu: „Die Eintracht hat für Brian auch schulisch die beste Perspektive geboten.“

Sven Gartung, Leiter der Braunschweiger Nachwuchsabteilung, freut sich über die Zusage des Friesländers, der zunächst unter Trainer Goran Barjaktarevic (früher auch beim VfB aktiv) in der U 19 der Eintracht spielen soll. Diese kämpft zurzeit noch um den Aufstieg in die A-Jugend-Bundesliga. „Wir haben ihn aber nicht ausschließlich als Verstärkung für die A-Jugend geholt“, erläutert Gartung: „Brian hat sich über Monate, in denen wir ihn gesichtet haben, kontinuierlich weiterentwickelt, daher sehen wir ihn mittelfristig in unserer U 23.“

Brian Behrens, dessen beste Kumpels noch immer in Sande und umzu wohnen, wird nun im Sommer aus Magdeburg ins Internat der Braunschweiger umziehen. Angst vor dem neuen Lebensabschnitt hat er nicht: „Ich bin ja schon mit 14 Jahren weg von meinen Eltern und fünf Geschwistern nach Magdeburg gezogen. Auch wenn das erste Jahr ziemlich beschissen war, habe ich mich dort recht schnell eingelebt.“ Dazu habe auch der stressige und voll durchgeplante Tagesablauf mit viel Training und Schule beigetragen. Da sei „nicht viel Zeit zum großen Nachdenken“ geblieben.

Fußball spielt Hauptrolle

Nun stellt er sich selbstbewusst der neuen Herausforderung – aber auch realistisch. „Ich will mein Leben mit Fußball gestalten“, steht für Behrens fest, der nach seinem Fach-Abi eine Ausbildung als Sportmanager anpeilt und nebenbei diverse Trainerscheine anstrebt. „Ich würde dann mit meiner eigenen Fußballerfahrung gerne anderen Talenten in einem Leistungszentrum helfen, sich weiterzuentwickeln“, hat der 16-Jährige bereits genaue Vorstellungen von seinen Aktivitäten abseits des Fußballplatzes. Was die eigene sportliche Laufbahn angeht, würde er natürlich gerne einmal in der Ersten Bundesliga spielen: „Wer will das nicht? Aber ich gehe das peu ` peu an. Zunächst einmal möchte ich in der U-19-Bundesliga spielen und dann den Sprung in den Männerbereich schaffen.“ Und die Zweite oder Dritte Liga seien doch dafür auch keine schlechten Adressen.

Ein eigenes Vorbild hat Behrens nicht mehr. „Als ich klein war schon, jetzt will ich meinen eigenen Stil entwickeln“, erläutert er; nennt aber einen Spieler, der ihm besonders gefällt: Mario Gomez, Stürmer beim Rekordmeister Bayern München. Ähnliche Qualitäten zeichnen auch den Friesländer aus, der technisch vielleicht nicht zu den beschlagendsten Spielern seiner Altersklasse zählt, vor dem Tor aber enorm abgebrüht agiert und meistens an der richtigen Stelle zum Abschluss bereit steht.

Dank an Deeken

Großen Anteil an seiner Entwicklung hat der aktuelle Trainer der A-Jugend des VfB, Janis Deeken, unter dem Behrens drei Jahre lang in Oldenburg trainierte, bis er bei den inoffiziellen deutschen U-15-Hallenmeisterschaften als bester Torschütze des Turniers vom 1. FCM entdeckt wurde. „Janis ist ein hervorragender Trainer. Er hat meine Schwächen gesehen und mit mir an der Verbesserung gearbeitet“, erläutert er: „Ich bin hauptsächlich durch ihn und Trainingsfleiß so gut geworden.“ Zur Technik, die er beim VfB verfeinerte, kam in Magdeburg die persönliche Steigerung in Sachen Kraft und Kampf. Nun soll in Braunschweig die nächste Stufe zum Sprung in den Männerbereich gezündet werden.

„Die Voraussetzungen sind günstig“, sagt Behrens und verweist etwa auf Braunschweigs Zweitliga-Coach Torsten Lieberknecht, der regelmäßig bei den Jugendteams vorbeischaut. „Wir wollen Brian helfen, dass er sich optimal weiterentwicklen kann“, erläutert Gartung: „Er bringt die sportlichen Voraussetzungen wie Talent, Ehrgeiz und Wille mit, sich den Traum vom Profifußball zu verwirklichen.“

Henning Busch
Henning Busch Redaktion Friesland (Lokalsport)
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