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Fußball Beim Vfl Oldenburg Wo Siegert zum Siegertypen wird

Oldenburg - Im Kampf um den Wiederaufstieg in die Regionalliga könnten die Fußballer des VfL an diesem Wochenende bei Kickers Emden weitere Punkte sammeln – wenn denn gespielt werden kann oder darf. Nachdem zuletzt immer wieder das Wetter für Absagen gesorgt hat, spielt nun das Corona-Virus bei der Frage „Anpfiff: Ja oder Nein?“ eine Hauptrolle.

„Absage unumgänglich“

„Ich verstehe es nicht, dass sie so lange brauchen, um zu einer Entscheidung zu kommen“, sagte VfL-Sportleiter Detlef Blancke am späteren Donnerstagabend mit Blick auf eine da wohl beim Niedersächsischen Fußballverband (NFV) andauernde Konferenz, in der es um eine Komplettabsage ging. „Man muss sich nur die Zahl der neuen Corona-Fälle anschauen – eine Absage ist unumgänglich“, so Blancke.

Witterungsbedingt stand eine Verlegung des für diesen Freitag um 20 Uhr angesetzten Spiels auf den Sonntag im Raum. Die Ostfriesen haben ihr letztes Heimspiel am 10. November im Stadion am Sielweg bestritten, die folgenden fünf angesetzten Duelle fielen alle buchstäblich ins Wasser.

Die Oldenburger haben nur drei Nachholspiele vor der Brust, die Kickers schieben schon sechs vor sich her und waren erst siebenmal zu Hause aktiv. Der Zuschauerschnitt liegt bei 681 und damit unter der Zahl von 1000, die im Corona-Erlass vom Land für die Absage von Veranstaltungen festgelegt wurde.

Trotz weniger Spiele haben die Ostfriesen (19 Partien, 24 Punkte) im Abstiegskampf immer noch einen kleinen Vorsprung. Sollte das Duell stattfinden, ist für VfL-Mittelfeldakteur Jonas Siegert die Marschroute klar. „Kickers ist sehr zweikampfstark, den Kampf müssen wir annehmen und dann Emden unser Spiel aufzwingen“, sagte er zum Duell mit dem Ex-Drittligisten.

„Cleverer und besser“

Die Oldenburger (22, 47) liegen als Dritter vor Egestorf (22, 46. 4. Rang) und Spelle (24, 45, 5.) in Lauerstellung hinter Atlas Delmenhorst (23, 51, Aufstiegsrelegationsplatz 2). Hildesheim (21, 53) steuert trotz des 1:1 zuletzt gegen Northeim noch auf direktem Kurs in die Regionalliga, von der auch Siegert & Co. erneut träumen.

„Die reizt uns natürlich wieder. Wir sind jetzt auch besser und cleverer als vor einem Jahr“, meinte der 26-jährige Siegert(yp), der im Januar 2014 von Werder Bremen III zum VfL zurückgekommen war, für den er schon in der A-Jugend gespielt hatte.

Bis 2017 war für ihn und seine Mitspieler in der Oberliga Abstiegskampf angesagt, ehe im zweiten Jahr unter Trainer Dario Fossi 2018 der überraschende Sprung in die Regionalliga gelungen war. Das Abenteuer war zwar nach nur einer Saison wieder beendet, machte aber Appetit auf mehr. „Wir haben jetzt mehr Erfahrung und mehr Qualität“, sagt Siegert und glaubt daran, dass es bei einem erneuten Aufstieg besser als in der vergangenen Saison laufen würde.

Im Zweikampf zur Sache

Siegert kämpft übrigens gleich zweifach um die Regionalliga. Wie Kapitän Nils Frenzel spielt er nicht nur mit den Fußballern, sondern auch mit den Futsal-Falken des VfL um den Aufstieg. „Da geht es bei den Zweikämpfen auch ordentlich zur Sache, wie beim Fußball draußen gehört auch beim Futsal der Körperkontakt dazu“, erklärt Siegert. Nach einem 4:2 gegen Rinteln könnte in einer Woche beim FSV Tostedt das Ticket in die Relegationsrunde gelöst werden – wenn denn gespielt werden darf oder kann.

Jan-Karsten zur Brügge
Jan-Karsten zur Brügge Sportredaktion
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