Oldenburg - Auf einen leicht angeschlagenen Riesen treffen die Oberliga-Fußballer des VfL an diesem Sonntag. Um 14 Uhr gastieren die Oldenburger bei Primus VfV Hildesheim, der zwar zuletzt das Spitzenspiel in Delmenhorst verloren, aber seine sieben Heimspiele alle gewonnen und dabei auch nur drei Gegentore zugelassen hat.

„Hildesheim spielt eine bärenstarke Saison, das war aber auch zu erwarten“, sagt VfL-Coach Dario Fossi über den Rivalen, der in 15 Partien 37 von 45 möglichen Punkten geholt hat und seit dem zweiten Spieltag Erster ist. Das Gipfeltreffen bei Atlas Delmenhorst (14 Spiele, 34 Zähler) verlor die Mannschaft von Trainer Benjamin Duda vor einer Woche durch ein spätes Gegentor 1:2.

„Nach dem Abstieg aus der Regionalliga 2018 haben sie nicht viele Abgänge gehabt. Durch die schwache Vorrunde in der vergangenen Saison haben sie aber den sofortigen Wiederaufstieg verpasst“, meint Fossi und erwartet einen Kontrahenten, dessen Selbstbewusstsein vielleicht manchmal sogar zu groß ist. „Bei Atlas haben sie bei der Ecke in der Schlussminute mit nur sechs Feldspielern ihren Strafraum verteidigt – das ist schief gegangen“, sagt Fossi.

Sein VfL liegt als diesjähriger Regionalliga-Absteiger mit 31 Zählern aus 15 Spielen in Lauerstellung hinter dem Spitzenduo auf Rang drei. „Wir spielen auch keine schlechte Saison und haben einen Punkt mehr geholt als in der Aufstiegssaison 2017/ 2018“, meint der Trainer und ergänzt: „Wir haben wie Hildesheim auch nur zwei Spiele verloren, die wir beide nicht hätten verlieren müssen.“

Beim Tabellenführer erwartet die Oldenburger ein ganz anderes Spiel als vor einer Woche gegen Schlusslicht BW Tündern (4:0). „Hildesheim wird mit Sicherheit offensiver spielen. Wir haben aber auch das Selbstbewusstsein, um dagegenzuhalten“, glaubt Fossi.

Er muss auf Standardkönig Rami Kanjo verzichten. „Er hat sich einen Bluterguss zugezogen. Der ist nicht so schlimm, aber die Saison ist wichtiger als das eine Spiel in Hildesheim“, erklärt der Trainer das Fehlen des Mittelfeldspielers, der gegen Tündern mit Ecken und Freistößen drei Tore vorbereitet hatte.

Auch im Tor gibt’s wieder einen Wechsel. Jannik Zohrabian, der vor einer Woche kurzfristig passen musste und durch Jannik Schoon ersetzt wurde, ist wieder dabei. „Jannik hat gegen Tündern gut gespielt“, lobt Fossi: „Er wird weitere Spiele bekommen.“