OLDENBURG - Dass sie auf einer Wellenlänge funken, verdeutlichten Trainer Andreas Boll und Sportleiter Frank Neubarth beim Sponsorentreffen des Fußball-Oberligisten VfB Oldenburg in den Räumlichkeiten von CeWe-Color. Stellten sie doch übereinstimmend heraus, dass es erst einmal wichtig sei, die zuletzt deutlich zu sehende Verunsicherung in der Mannschaft abzustellen. Das Team müsse das Publikum mit großem kämpferischen Engagement hinter sich bringen.
„Die ersten Tage haben gezeigt, dass Andreas Boll und Frank Neubarth gut zusammenarbeiten“, sagte VfB-Vorstandsvorsitzender Stefan Könner, der den Sponsoren zunächst die Gründe für die jüngsten personellen Veränderungen erläuterte. So berichtete er nochmals, dass Coach Timo Ehle nach schwachen Leistungen selbst um eine Ablösung gebeten habe. Dies habe der Vorstand zunächst abgelehnt. Nachdem das Team sich aber weiter ohne Biss gezeigt hatte, entschied man sich zum Wechsel.
„Es war sicherlich ein Fehler, dass wir nicht gleich dem ersten Ersuchen von Timo Ehle stattgegeben haben“, zeigte sich Könner selbstkritisch. „Als moderner Verein müssen wir bereit sein für Veränderungen“, führte er weiter aus und ergänzte: „Wir haben dann schnell erkannt, dass Andreas Boll als Pädagoge der richtige Mann für die Mannschaft in dieser Situation ist. Zumal er auch besonders auf Disziplin im Kader achtet.“
In Ex-Werder-Profi Frank Neubarth, der Michael Richter ablöste, habe man den richtigen Mann gefunden, der seine großen Erfahrungen einbringen und die jungen Talente entsprechend begleiten und fördern könne.
Boll betonte, dass er aus seiner Tätigkeit als Trainer der U 23 vom großen Potenzial der Oberliga-Mannschaft wusste und er daher auch auf Wunsch des Vorstands den Trainerposten übernommen habe. Bewährt habe sich die Maßnahme, den erfahrenen Christian Thölking wieder für die erste Mannschaft zu reaktivieren. Absolut optimistisch zeigte er sich hinsichtlich der angepeilten Qualifikation für die neue Regionalliga: „Dazu muss aber die Disziplin und die Einstellung in der Mannschaft stimmen. Die junge Mannschaft hat das Potenzial, den erforderlichen fünften Tabellenplatz zu erreichen.“
Auf die aus dem Sponsorenkreis kommende Frage, ob nicht der jetzt als Co-Trainer agierende Alexander Nouri eine spielbestimmende Rolle im VfB-Mittelfeld einnehmen könnte, entgegnete Boll, dass der 32-Jährige derzeit wohl dazu nicht in der Lage sei. Nouri habe etwa ein Dreivierteljahr nicht gespielt und sich auf die Traineraufgabe – zunächst bei der U 17, nun als Co-Trainer – konzentriert. Einen späteren Einsatz von Nouri als Spieler wollte Boll aber nicht ausschließen. Wobei er betonte, dass das VfB-Spiel nicht auf einen klassischen Spielmacher ausgerichtet, sondern auf mehrere Schultern verteilt werden soll.
