OLDENBURG - Jetzt gilt es für die Oberliga-Fußballer des VfB Oldenburg: Im Liga-Endspurt heißt es für die Mannschaft von Trainer Joe Zinnbauer nun Ärmel hochkrempeln und in drei englischen Wochen in Folge die Grundlage für einen hochspannenden Titelkampf legen. Rechnet man das lukrative Freundschaftsspiel gegen den Bundesliga-Zweiten Schalke 04 am Dienstag, 11. Mai, 18.30 Uhr, im Marschwegstadion mit ein, haben die Oldenburger sogar vier englische Wochen zu meistern.

Den Auftakt hatte am Mittwochabend der 2:0-Arbeitssieg beim VfL Oythe gebildet, nun folgt an diesem Sonntag im Rahmen des VfB-Familientages das Heimspiel gegen Preußen Hameln. „Für einen Fußballer gibt es doch nichts Besseres – es wird weniger trainiert, dafür viel gespielt“, bleibt Zinnbauer trotz des zu absolvierenden Mammutprogramms gelassen. „Wir haben einen großen, ausgeglichenen Kader, und die Fitness der Spieler ist okay.“

Rechtzeitig vor dem Beginn der entscheidenden Saisonphase haben sich auch Christian Thölking – der in Oythe passen musste, aber von Alex Baal in der Innenverteidigung gut vertreten wurde – sowie Majebi Tseke (Rückenprobleme) wieder gesund gemeldet.

Beim Überraschungsteam der Hinrunde darf sich der VfB indes auf viel Gegenwehr einstellen. Die Hamelner konnten in diesem Jahr lediglich die Kellerkinder VfL Bückeburg (1:0) und VfL Oldenburg (3:0) besiegen und müssen daher als Tabellensiebter um den Klassenerhalt zittern. Zudem wurden sie im Hinspiel von den Oldenburgern mit 7:1 an die Wand gespielt. „So leicht wird es diesmal nicht“ warnt Zinnbauer: „Die spielen auch um ihre Ehre.“

Auffälligster Akteur der Gäste aus der Rattenfängerstadt ist Stürmer Benjamin Belka, der mit 13 Saisontreffern zu den treffsichersten zehn Kunstschützen der Liga zählt. Beste Chancen und große Ambitionen, in diesen erlauchten Kreis vorzustoßen, haben auf VfB-Seite vor allem Thomas Friauf und Nicola Grimaldi (beide 11 Treffer), die gegen Oythe allerdings leer ausgingen.

Gänzlich ohne Einsatz blieb bei diesem Auswärtsspiel indes Jonas Wangler, der sich zurzeit im rechten Offensivbereich hinter dem formstarken Steve Sam einordnen muss. „Natürlich ist man enttäuscht, wenn man nicht eingesetzt wird“, verrät der 20-Jährige, gibt sich aber als echter Teamspieler: „Wir haben 20 starke Leute im Kader, und das Team funktioniert zurzeit bestens, da muss man sich auch mal hinten anstellen“, erläutert Wangler, verweist auf die „tolle Chemie in der Mannschaft“ und fügt hinzu: „Und wenn es mal nicht so läuft, springe ich natürlich liebend gerne ein.“

Denken alle 20 Akteure im VfB-Kader derart mannschaftsdienlich, dann ist den Blau-Weißen über die englischen Wochen hinaus in der Tat noch einiges zuzutrauen.

Henning Busch
Henning Busch Redaktion Friesland (Lokalsport)