OLDENBURG - Der VfB drängt mit aller Macht in die Oberliga. Die Gäste haben sich extrem verstärkt.
Von Henning Busch
Und Heinz Arndt
OLDENBURG - In der vergangenen Saison entfachte Niedersachsenligist VfB Oldenburg mit einer formidablen Rückrunde endlich wieder die lange auf Sparflamme glimmende Fußball-Euphorie in der Stadt, ab heute Abend (19 Uhr, Marschweg-Stadion) unternimmt die Mannschaft um VfB-Coach Joe Zinnbauer den zweiten Anlauf in Richtung Oberliga-Aufstieg. Und los geht es gleich mit einem echten „Spitzenspiel“ gegen BSV Rehden.Die Gäste aus der Nähe von Diepholz gelten mit ihrem völlig neuformierten Kader als einer der wohl härtesten Konkurrenten im Kampf um die Meisterschaft. Gibt es doch gleich 13 Neuzugänge (u.a. von Kickers Emden und BV Cloppenburg) und acht Spielerabgänge zu vermelden. „Wir haben zuletzt keinen mitreißenden Fußball geboten. Ich möchte gerne offensiveren Fußball sehen“, begründet der BSV-Vorsitzende Friedrich Schilling die umfangreichen Transferaktivitäten und setzt auch gleich seinen 51-jährigen Trainer Paul Timphaus mächtig unter Druck: „Jetzt ist der Trainer am Zug, aus den vielen guten Spielern eine gute Mannschaft zu formieren.“ Die soll sich einen Platz unter den besten fünf Teams sichern.“
Während die Gäste das Wort „Aufstieg“ nicht in den Mund nehmen (Schilling: „Für mich ist der VfB der Topfavorit“), gibt man sich bei den „Blauen“ selbstbewusster. Der Oberliga-Aufstieg wurde zum absoluten Ziel der neuen Spielzeit erkoren. Doch Zinnbauer ist sich sicher, dass sein Team, in dem fast alle Leistungsträger der Vorsaison gehalten werden konnten, mit diesem Druck umgehen kann: „Wir standen schon in der vergangenen Saison stark unter Druck, da ändert sich jetzt nichts. Ich freue mich zumindest darauf, dass es jetzt endlich losgeht.“
Gegen die besonders als offensivstark eingeschätzten Rhedener baut der VfB-Coach auf die schon in der vergangenen Rückserie ziemlich sicher agierende VfB-Abwehr. Allerdings wird dessen Chefstratege der Vorsaison, Söhren Grudzinski, zum Ligaauftakt ebenso nicht zum Einsatz kommen wie die Mittelfeldspieler Malte Müller und Rüstem Ersu. Fraglich ist daher noch, wo der erfahrene Oktay Yildirim – der sich auf Anhieb als die gewünschte Verstärkung erwiesen hat – in der Defensive zum Einsatz kommt.
Im Mittelfeld ist mit dem Einsatz des wiedergenesenen Antreibers Christian Thölking zu rechnen, der neben dem trickreichen Alexander Eckel wieder eine der Leitfiguren im VfB-Spiel sein soll. Im Angriff ist Marcel Salomo gesetzt. Für die zweite Angriffsposition stehen David van der Leij, Karol Szweda und Mehmet Koc zur Auswahl.
