OLDENBURG - Rehdens neuer Trainer Lesniak gibt sich angriffslustig. Spitzenreiter Langenhagen hat bereits vorgelegt.
Von Heinz Arndt
OLDENBURG - Mit der 2:3-Heimniederlage gegen den SC Langenhagen hat sich der VfB Oldenburg in der Fußball-Niedersachsenliga in eine Rolle hinein manöveriert, die man eigentlich verhindern wollte. Steht doch die Mannschaft nun bereits in den beiden Nachholspielen über Ostern unter starkem Erfolgsdruck. Zumal der SC Langenhagen unter der Woche das vorgezogene Spiel gegen SF Ricklingen mit 1:0 gewann und somit derzeit die Tabelle mit vier Punkten Vorsprung anführt. Damit stehen die VfBer vor der Aufgabe, ihre beiden Spiele an diesem Sonnabend um 16 Uhr bei BSV Rehden und am Ostermontag um 15 Uhr im Marschwegstadion gegen Fortuna Sachsenross Hannover gewinnen zu müssen.Dem Papier nach scheint die heutige Aufgabe beim Tabellendreizehnten in Rehden leicht lösbar, zumal das Hinspiel glanzvoll mit 7:0 gewonnen wurde. Doch VfB-Trainer Joe Zinnbauer warnt davor, die Gastgeber in irgendeiner Weise zu unterschätzen. „Keiner kann sich bislang erklären, warum die Rehdener mit ihrem mit zahlreichen ehemaligen Oberliga-Spielern stark besetzten Kader da unten in der Tabelle rangieren. Sie sind wesentlich stärker einzuschätzen, als es die Tabelle ausdrückt. Zudem kämpfen sie mit großen Engagement um den Klassenerhalt.“
Das zeigt auch der Trainerwechsel. Der auf eigenen Wunsch zurückgetretene Paul Timphaus wurde – wie berichtet – durch den 43-jährigen ehemaligen Leverkusener Bundesliga-Profi Marek Lesniak ersetzt. Dieser hat nicht nur die Zahl der Trainingseinheiten innerhalb der Woche erhöht, sondern arbeitet auch mit Hochdruck daran, den bislang fehlenden Zusammenhalt in der Mannschaft zu verbessern. Und Lesniak gibt seinen Spielern nach dem 1:1 beim TuS Lingen neues Selbstvertrauen: „Oldenburg hat zuletzt etwas geschwächelt und muss unbedingt gewinnen. Wenn sich meine Mannschaft zusammenreißt und noch etwas mutiger nach vorne spielt, ist alles möglich.“
Gegen den VfB hat Lesniak folgende Taktikroute ausgegeben: „Wir müssen hinten kompakt stehen und vor allem schneller von Abwehr auf Angriff umschalten.“ Aus den Spielen über die Osterfeiertage gegen den VfB und in Spelle hat er sich vier Punkte zum Ziel gesetzt und verspricht dafür seinen Spielern zwei trainingsfreie Tage.
VfB-Trainer Zinnbauer hat innerhalb der Woche nicht nur eine intensive Analyse der Heimniederlage im Spitzenspiel gegen Langenhagen betrieben, sondern auch zahlreiche Gespräche mit seinen Spielern geführt. Weiß er doch auch, dass es dringend gilt, in der Defensive kompakter zu agieren und im Angriff die herausgespielten Chancen konsequenter zu nutzen.
Allerdings steht ihm in dieser so wichtigen Saisonphase in David van der Leij erneut ein dribbelstarker Akteur, der das Spiel des VfB unberechenbarer macht, infolge Knieproblemen nicht zur Verfügung. Angeschlagen sind zudem Alexander Eckel und Christian Thölking, der innerhalb der Woche nur Lauftraining bestreiten konnte.
Über mögliche Änderungen in der Aufstellung wollte sich der Trainer wie gewohnt nicht äußern. Doch auch ihm wird nicht entgangen sein, dass gerade die eingewechselten Spieler immer wieder für eine sichtbare Belebung des VfB-Spiels gesorgt haben. So drängen u.a. Karol Szweda, Mehmet Koc, Malte Müller und Söhren Grudzinski in die Startelf.
Im Heimspiel am Ostermontag gegen den Drittletzten Fortuna Hannover sind dagegen drei Punkte fest eingeplant. „Nach der ersten Heimniederlage nach langer Zeit wollen wir gegen Sachsenross eine neue Erfolgsserie starten. Gegen dieses abstiegsgefährtete Team ist ein Sieg Pflicht“, gibt der Trainer die Losung aus, fügt aber hinzu: „Auch diesen Gegner dürfen wir nicht unterschätzen, gerade gegen uns sind die Mannschaften immer besonders motiviert. Zudem möchte die Fortuna natürlich ihrem Nachbar-Verein SC Langenhagen helfen.“
