OLDENBURG - Ein gern gesehener Gast macht an diesem Sonntag mal wieder einen Abstecher an den Marschweg. Um 14 Uhr treffen dabei die heimischen Oberliga-Fußballer des VfB Oldenburg in einem Testspiel auf Zweitligist FC St. Pauli. Im Ligabetrieb gab es diese Paarung letztmals in der Spielzeit 1992/93 – damals ein Duell der Zweiten Bundesliga. In Oldenburg gewann der VfB mit 2:0, musste sich am Hamburger Millerntor allerdings mit 0:1 geschlagen geben und stieg letztlich ab.
Beide Vereine stecken in der laufenden Saison sportlich in einer ähnlichen Situation. Während die Oldenburger 2007 den viel umjubelten Aufstieg in die Oberliga schafften, mischen die Hamburger als Neuling die Zweite Liga auf. Sowohl der VfB als auch St. Pauli boten eine überraschend starke Hinserie und haben beste Chancen auf den Klassenerhalt. Dieser würde für Oldenburg die Qualifikation für die viertklassige Regionalliga bedeuten.
Für VfB-Trainer Joe Zinnbauer stellt die Begegnung gegen den Zweitligisten wie für die Fans einen Höhepunkt dar. „Wir freuen uns auf dieses Spiel. Aber darauf kann ich keine Rücksicht nehmen“, schränkt der Coach ein: „Der Termin ist für uns nicht glücklich, denn wir befinden uns mitten in der Kraftausdauer. Meine Spieler sind schlicht platt.“
Zudem überlegt Zinnbauer Spieler zu schonen. „Ich denke, Christian Thölking, der mit einer Grippe flachgelegen hat, wird vielleicht besser einige Minuten in unserer U-23-Mannschaft spielen“, meint der Trainer. Freuen dürfen sich die Zuschauer am Sonntag auf jeden Fall auf die Rückkehr der Ex-VfBer Florian Bruns und Klaus-Peter Nemet, die als Spieler beziehungsweise Co-Trainer in Reihen des FC St. Pauli stehen. Die Anhänger beider Vereine haben sich zudem seit jeher gut verstanden und dürften dem Duell entgegenfiebern.
Bereits an diesem Sonnabend testet Joe Zinnbauers Elf gegen den Kreisklassisten Schwarz-Weiß Oldenburg. Anstoß in Sandkrug ist um 14.30 Uhr. „Ich bin den SWO-Verantwortlichen sehr dankbar, dass sie gleich zugesagt haben, nachdem unser Teammanager Holger Hoffmann kurzfristig einen Gegner gesucht hat“, lobte Zinnbauer.
Fan-Andrang
