OLDENBURG - An diesem Sonnabend (15.30 Uhr) starten die Fußballer des VfB Oldenburg mit dem Auswärtsspiel bei Preußen Hameln in die Saison der neuen Oberliga Niedersachsen West. Vergessen scheint die miserable Rückrunde in der Vierten Liga und der erneute Abstieg in die Fünftklassigkeit. Verraucht ist der Ärger darüber, dass die kommenden Gegner nun wieder TuS Pewsum, SV Bad Rothenfelde oder Heesseler SV heißen in der Regionalliga Nord wären es Sachsen Leipzig, VfB Lübeck oder 1. FC Magdeburg gewesen.
Der VfB ist nach der Verpflichtung starker Spieler gerüstet, seinem Mitfavoriten-Status gerecht zu werden. Dass die Partie in Hameln jedoch kein Selbstläufer wird, zeigt der jüngste 5:2-Pokalerfolg der Preußen über Eintracht Northeim. Dennis Offermann traf nach einem 0:2-Pausenrückstand in der zweiten Halbzeit viermal.
Der Hamelner wird daher ein ernster Prüfstein für die neuformierte Oldenburger Innenverteidigung um Christian Thölking und Zugang Robert Littmann. Allerdings konnte der Angreifer unter der Woche wegen einer Fußverletzung kaum trainieren, sein Einsatz ist fraglich.
Doch auch den VfB plagen große Verletzungssorgen. In Alexander Eckel, Paolo Rizzo und Torwart Rene Damerow sowie Alexander und Leo Baal fallen gleich fünf Stammkräfte aus. Littmann ist dennoch zuversichtlich. Wir haben eine Mannschaft, die etwas reißen kann. Jeder hat hier das gleiche Ziel, gibt er forsch die Richtung an.
Das Wort Meisterschaft nimmt der Verteidiger aber ebenso wenig in den Mund wie der neue VfB-Kapitän Andreas Mayer. Ich habe nach den Testspielen einen guten Eindruck vom Team, sagt der Ex-Wilhelmshavener: Aber wir sind nicht der Top-Favorit. Zwar haben wir gute Einzelspieler, doch das Team muss sich noch finden.
Angesichts der starken Titelkonkurrenz scheint die Zurückhaltung angebracht. Im BSV Rehden, VfL Oldenburg, SC Langenhagen, TSV Havelse und SV Meppen stehen die Titelanwärter Schlange.
Für Preußen-Trainer Alexander Kiene sind die Vorzeichen an diesem Sonnabend jedoch mehr als klar: Der VfB ist hoher Favorit. Wir gehen aber selbstbewusst in die Saison und werden uns so teuer wie möglich verkaufen, verspricht er.
Derweil gibt Mayer vor dem ersten Saison-Spiel das Rezept für eine erfolgreiche Saison des VfB aus: Um das Optimale rauszuholen, ist ein guter Start wichtig.
