Oldenburg - Ihre makellose Heimbilanz wollen die Oberliga-Fußballer des VfL an diesem Donnerstag (15 Uhr, Hans-Prull-Stadion) gegen FT Braunschweig ausbauen. Ihre bisherigen vier Spiele auf dem eigenen Kunstrasen an der Alexanderstraße haben die Oldenburger alle gewonnen. Mit insgesamt 27 Punkten aus 13 Partien sind sie als Dritter erster Verfolger des Spitzenduos aus Hildesheim (34, 13) und Delmenhorst (30, 12).
„Gegen die Braunschweiger wird es aber nicht leicht. Sie haben vor zehn Tagen 1:1 gegen Hildesheim gespielt und gerade 2:0 bei ULM Wolfsburg gewonnen“, warnt Trainer Dario Fossi vor den neuntplatzierten Gästen (17, 13) die zuletzt eine Achterbahnfahrt hingelegt haben.
Als Oberliga-Neuling stieg FT 2014 gleich in die Regionalliga auf und ein Jahr später gleich wieder ab. 2017 wurde der Club in die Landesliga runtergereicht, ehe der Fahrstuhlmannschaft in diesem Sommer die Rückkehr in die Oberliga gelang.
Dreh- und Angelpunkt im Team der Freien Turner ist Damir Vrancic. Der 34-Jährige Bosnier kam 2016 als spielender Co-Trainer vom damalige Zweitligisten Eintracht Braunschweig. In seiner Leistungsbilanz stehen vier Länderspiele für Bosnien-Herzegowina sowie 19 Bundesliga-Partien für Mainz 05 und Braunschweig. „Vrancic hält bei FT den Laden zusammen und baut auch das Spiel auf. Er hat eine sehr gute Übersicht“, schätzt Fossi den Ex-Nationalspieler.
Im Angriff baut FT-Trainer Kosta Rodrigues auf den 22-jährigen Niklas Neudorf. Den 1,96 Meter großen Mittelstürmer müssen die Oldenburger vor allem bei Ecken und Freistößen im Auge haben. „Wir müssen gewissenhaft und geduldig spielen. Braunschweig ist ein richtig guter Gegner, aber auch wir haben unsere Stärken“, sagt Fossi.
Beim 4:2 am Sonntag in Heeslingen beeindruckte der VfL mit seinem schnellen Umschaltspiel, durch das alle vier Tore fielen. Für die Duelle mit Braunschweig und am Sonntag mit Tündern kündigt Fossi Veränderungen an. „Fast alle sind fit, alle ziehen im Training toll mit. Wir haben jetzt zwei Spiele in vier Tagen, da werde ich vielen ihre Einsatzzeiten geben“, sagt Fossi
Kapitän Nils Frenzel ist trotz der Rückkehr von seiner Hochzeitsreise noch nicht für die Innenverteidigung eingeplant. „Leon Neldner und Hendrik Diekmann haben ihre Aufgabe in Heeslingen sehr gut gelöst“, erklärt Fossi.
