OLDENBURG - Um 16.20 Uhr nahm Staffelleiter Klaus Bittigau am gestrigen Freitag dem letzten Saisonspiel des Tabellendritten der Fußball-Niedersachsenliga, VfL Oldenburg, die letzte Spannung. Die Mannschaft von VfL-Coach Frank Claaßen braucht in ihrem Heimspiel gegen VfV Hildesheim an diesem Sonnabend (16 Uhr, Alexanderstraße) nicht mehr mit einem Auge auf den Tabellenzweiten Langenhagen zu schielen und auf dessen Ausrutscher in Spelle hoffen. Auf Nachfrage der NWZ bestätigte Bittigau, dass es kein Aufstiegsspiel für die Tabellenzweiten der Niedersachsenligen West und Ost geben wird (siehe Bericht auf Seite 30).

„Das ändert für uns nichts“, gab sich Claaßen betont gelassen. „Wir haben ein Ziel: Wir wollen die Saison mit 60 Punkten beenden, und der zweite Platz wäre das Tüpfelchen auf dem i nach einer grandiosen Spielzeit.“ Ganz mochte er dann mit seiner Meinung über das Auf- und Abstiegsgebahren aber doch nicht hinterm Berg halten: „Es ist mehr als schade, dass Mannschaften, die sportlich abgestiegen sind, aufgrund überholter Regularien dennoch die Klasse halten dürfen, während Mannschaften mit 60 Punkten der Aufstieg verwehrt wird.“

Dennoch will sich der Coach den Saisonabschluss am Sonnabend nicht vermiesen lassen, auch wenn außer den Langzeitverletzten Christian Brüntjen und Andreas Bitter auch Christian Claaßen (Adduktorenzerrung neu aufgebrochen) definitiv ausfällt und hinter den Einsätzen von Torwart Thomas Wegmann (Wadenzerrung) und Tim Steidten (Bänderdehnung) ein dickes Fragezeichen steht.

„Wir werden nach dem Spiel in jedem Fall mit den Sponsoren im Vereinsheim feiern“, betont Frank Claaßen, der zudem für Sonntag einen weiteren Pflichttermin für seine Akteure angesetzt hat. „Wir werden ab 13 Uhr unsere A-Junioren im Derby gegen den VfB unterstützen, denn sie brauchen zum endgültigen Klassenerhalt noch mindestens einen Punkt.“