OLDENBURG - OLDENBURG - Wie elf begossene Pudel schlichen die Spieler von BSV Rehden nach der 0:7-Schmach beim VfB Oldenburg am vergangenen Wochenende im Marschweg-Stadion vom Platz. Klar, dass die unter Federführung von Coach Paul Timphaus vor der Saison kräftig aufgerüstete Mannschaft aus der Nähe von Diepholz heute im Heimspiel gegen den VfL Oldenburg (16 Uhr, Am Sportplatz 1) nur eines im Sinn hat: Wiedergutmachung. „Die wollen wir mit aller Macht“, bestätigte Timphaus nach einer eiligst anberaumten Krisensitzung am Montag.

„Auseinandersetzungen mit angeschlagenen Boxern sind immer gefährlich“, weiß VfL-Coach Frank Claaßen, sieht darin aber gleichzeitig auch eine große Chance für sein Team, das mit dem hochverdienten 2:0-Auftaktsieg gegen Bockenem zudem viel versprechend in die Saison gestartet ist: „Mit einem Sieg im Rücken spielt es sich leichter. Und wenn wir die Partie lange ausgeglichen gestalten können, kommen sie vielleicht wieder ins Flattern.“

Gegen den – in Hälfte zwei allerdings auch bärenstarken VfB – war Rehden nach dem 0:1-Rückstand völlig auseinander gebrochen und hatte sich wehrlos ins Schicksal ergeben. „Vor der Pause haben sie aber sehr gut mitgespielt und hatten die bis dahin beste Chance des Spiels“, berichtet Claaßen von seinen Beobachtungen am Marschweg. So ist er dann auch von den Qualitäten der zum Teil oberliga-erfahrenen Rehdener Neuzugänge – u.a. Yahia und Smolka von BV Cloppenburg sowie Altun-Saban und Brackschulze von BW Lohne, die Claaßen nur allzu gerne zum VfL gelotst hätte – überzeugt: „Die können deutlich mehr.“

Doch auch der VfL kann mehr, als er am Mittwochabend bei der Pokalniederlage gegen den SV Wilhelmshaven (0:3) gezeigt hat: „Auch wenn offensiv der nötige Druck fehlte, hat man deutlich gesehen, dass wir uns fußballerisch weiterentwickelt haben“, meint Claaßen und verteidigt seine Entscheidung, einige Leistungsträger zu schonen: „Die Saison ist nun mal wichtiger, das Spiel war nach dem 0:2 gelaufen, und ich muss einem 37-Jährigen nicht drei Spiele in sechs Tagen zumuten.“

Gegen Rehden wird besagter Christian Claaßen wieder von Beginn an auflaufen, während Sebastian Schröers Saisondebüt in der Ersten noch fraglich ist.