OLDENBURG - Abgeschlagen mit nur einem Sieg am Tabellenende der Fußball-Bundesliga der A-Junioren, einen Spieltag vor Saisonende lediglich neun Punkte nach 25 Partien: Ein verschenktes Jahr für den VfL Oldenburg? „Nein. Wir haben uns nach langen Gesprächen bewusst früh für die Teilnahme entschieden, um den Spielern die maximale sportliche Förderung zu bieten“, sagt Sebastian Schütte, Jugendkoordinator des VfL und Trainer der A-Jugend.

Anfangs sei der Leistungssprung für die Eigengewächse groß gewesen. Erst nach etwa einem halben Jahr seien seine Schützlinge „voll drin“ gewesen. Vier von ihnen sollen den Kader der Landesligamannschaft verstärken. Zwei Verträge sind bereits unterzeichnet, zwei weitere stehen vor dem Abschluss. „Jedes Jahr wollen wir drei bis fünf Jungs an den Herrenbereich heranführen“, sagt Schütte.

Und der 28-Jährige kann dem „Abenteuer Bundesliga“ positive Aspekte abgewinnen: „Für uns als Verein war es wichtig zu sehen, wie es sich im Konzert der Großen spielt. Allein die Erfahrungen wie Übernachtungen im Hotel vor den Spieltagen kennenzulernen, wird uns in Zukunft weiterbringen“, meint er.

Vielleicht schon in der kommenden Saison. Die B-Junioren stehen zurzeit auf dem vierten Platz der Regionalliga, der zur Bundesliga-Relegation berechtigt. An diesem Sonntag findet das letzte Spiel statt. Um 11 Uhr gastiert FC St. Pauli II in Oldenburg. „Wenn wir die Chance haben, werden wir auch in der Bundesliga antreten“, bekräftigt Schütte.

Bei den jüngeren Jahrgängen der A- und B-Junioren (U 18 und U 16) hat die Ausbildung des einzelnen Spielers oberste Priorität – Ergebnisse sind zweitrangig. Dennoch haben beide Mannschaften gute Plätze in ihrer jeweiligen Landesliga belegt.

Die U 15 und U 14 dienen als Paradebeispiel für die kontinuierliche Entwicklung. Beide Teams spielten eine besonders starke Rückrunde. „Bei ihnen sieht man ganz klar, dass sich die gute Arbeit der Trainer auszahlt“, bestätigt Sebastian Schütte.

Auszahlen soll sich auch die seit einigen Jahren bestehende Kooperation mit Werder Bremen. Diese zu intensivieren, ist eines der Ziele für die Saison 2012/2013.