OLDENBURG - „Im Sinne der Fußballer und Zuschauer haben wir uns zur kurzfristigen Verlegung entschieden“, erläutert VfL-Sportleiter Rainer Bartels. Staffelleiter Klaus Bittigau willigte am Freitagabend ebenso ein wie die sportliche Leitung von Arminia. Wegen des für Sonnabend angekündigten Orkantiefs Emma, sei der Anstoß am Sonntag wesentlich sinnvoller.

Doch auch ein Tag mehr Pause dürfte dem VfL nicht helfen. Zwar ist es noch nicht soweit, dass Trainer Frank Claaßen sich nach langer Zeit mal wieder selbst die Fußballschuhe schnüren muss, doch pfeift der Spitzenreiter der Fußball-Niedersachsenliga vor dem Heimspiel an diesem Sonntag (15 Uhr, Alexanderstraße) gegen Arminia Hannover personell buchstäblich aus dem letzten Loch.

So sind die Oldenburger nach den Ausfällen von Arne Tammen (Fußgelenkbruch), Tim Steidten (Teilanriss des hinteren Kreuzbandes), Ralf Zosel (Muskelfaserriss), Benjamin Epp (Bänderriss), Jan-Dirk Riedesel (Oberschenkelzerrung), Stefan Noack (Studienexkursion) sowie den noch nicht wieder voll belastbaren Roman Wöhlecke und Nico Hofmann in der Defensivabteilung zum Experimentieren gezwungen. Zwar kehrt in Manuel Schicke (überstandene Leistenzerrung) ein wichtiges Glied in die Viererkette zurück. Doch scheint es durchaus möglich, dass Stürmer Christian Claaßen ein zweites Mal in dieser Saison in der Abwehr aushelfen muss.

„Angriff ist die beste Verteidigung“, gibt Frank Claaßen daher die Losung aus. Allerdings ist die Arminia für ihre solide Abwehr bekannt, die sich nicht zuletzt in bislang nur 20 Gegentoren widerspiegelt. „In der Tat, hinten sind die Hannoveraner nach wie vor gut“, weiß Claaßen. „Fraglich ist, was sie in der zuletzt schwächelnden Offensive zu bieten haben“, spielt der VfL-Coach auf den ungewissen Einsatz der Stürmer Abit Jusufi und Garip Capin an.

Und trotz der Personalmisere gibt sich der Trainer zuversichtlich: „Wir sind inzwischen so weit, dass wir auch solche Spiele zumindest nicht verlieren.“

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