Oldenburg/Gaimersheim - Die Tischtennisspieler vom Oldenburger TB haben sich bei den Deutschen Pokalmeisterschaften für Verbandsklassen im bayerischen Gaimersheim ordentlich präsentiert, den ganz großen Wurf aber wieder verpasst. Wie 2018 zog der OTB beim Kräftemessen der Landes-Pokalsieger ins Viertelfinale ein, wo dann aber Schluss war.

„Unser Ziel war zumindest das Halbfinale“, meinte Thuong Nguyen, der zusammen mit Nicolai Popal und Lars Brinkhaus das Team des Turnerbunds gebildet hatte. „Das Feld war allerdings in der Breite noch stärker als im vergangenen Jahr“, erklärte er.

Kurz vor dem Turnier musste Steffen Fetzner verletzungsbedingt passen, so dass der OTB nur als Trio angereist war. „Das hat am Ende auch ziemlich an der Kraft gezehrt“, meinte Nguyen.

Der OTB war in seiner Gruppe an Position eins gesetzt, stand allerdings schon zum Auftakt gegen die TTG Klein-Steinbach/Singen (Baden-Württemberg) kurz vor einer Niederlage. In der ersten Einzelrunde hatte nur Popal gewinnen können, im Doppel lagen er und Brinkhaus schon mit 1:2 Sätzen hinten, setzten sich dann aber doch noch mit 3:2 durch. „Ansonsten hätten wir wohl 1:4 verloren“, erklärte Nguyen, denn Popal unterlag anschließend dem starken Spanier Juan Perez. Nguyen und Brinkhaus sorgten aber für einen 4:3-Sieg.

Im zweiten Spiel gegen den TuS Weitefeld-Langenbach (Rheinland-Pfalz) löste der OTB durch ein 4:2 nach einem 1:2-Rückstand schon das Ticket für die Hauptrunde und untermauerte den Gruppensieg noch mit einem 4:0 gegen Hellas Nauen aus Brandenburg.

Im Viertelfinale erwischten die Oldenburger in dem TV Refrath aus dem Westdeutschen Tischtennis-Verband (WTTV) den vermeintlich stärksten Gruppenzweiten. Popal bezwang zwar im ersten Spiel David Pfabe mit 3:2, doch Nguyen verlor gegen Refraths Einser Jakob Eberhardt, und Brinkhaus war bei seiner Niederlage gegen Marc Hecht die geringe Spielpraxis der vergangenen Monate anzumerken. Nach verlorenem Doppel und Popals 2:3 gegen Eber­hardt stand das Turnier-Aus des OTB fest. Es blieb bei den Punkten durch Popal (5), Brinkhaus (3), Nguyen (2), Popal/Brinkhaus (2) sowie Popal/Nguyen.

Als souveräner Meister der Verbandsliga im nördlichen Niedersachsen gehörte der Turnerbund eigentlich zum Favoritenkreis. „Der Ausfall von Fetzner wog aber schwer. Wir haben nicht unsere Top-Leistung gebracht, die Spieler aus dem Süden sind aber auch oft besser, als es deren TTR-Werte vermuten lassen – und die Ligen dort sind noch stärker “, erklärte Nguyen.

Nach dem Aufstieg in die Oberliga darf die erste OTB-Mannschaft nun nicht mehr am Landespokal teilnehmen und hat so im nächsten Jahr keine weitere Chance auf den großen Wurf.