Oldenburg - Eine dreiwöchige Spielpause mitten in der Hinrunde ist ungewöhnlich. „Das war lang und macht es nicht einfacher, in einen Rhythmus zu kommen“, sagt Trainerin Alexandra Hansel und ist froh, dass es wieder losgeht. An diesem Sonnabend (15 Uhr) greifen die Drittliga-Handballerinnen des VfL wieder ins Geschehen ein. Gegen den Rostocker HC wollen sie in der Sporthalle Wechloy in die Erfolgsspur zurückfinden.

Zuletzt hatten sie Ende Oktober in eigener Halle deutlich gegen den Buxtehuder SV II verloren (23:28) und dabei Schwächen in Abwehr und Angriff offenbart. Vor allem in der Offensive kam die „Zweite“ auch in den Begegnungen zuvor noch nicht richtig in Schwung. „Wir sind heiß darauf, zu spielen und es gegen Rostock besser zu machen“, hofft Hansel auf eine Leistungssteigerung, auch wenn die Vorbereitung in den vergangenen Wochen wegen der vielen Abstellungen an die A-Juniorinnen und die erste Mannschaft nicht optimal verlaufen sei.

Die Partie gegen Rostock wurde von 16.30 Uhr auf 15 Uhr vorverlegt, da die Bundesliga-Mannschaft am Abend (18 Uhr, kleine EWE-Arena) ihr Europapokal-Rückspiel gegen das russische Team Lada Togliatti bestreitet. Griet Prante und Jenny Behrend müssen sich nach der Schlusssirene beeilen, da sie erneut eine Doppelschicht einlegen. Das Duo wird laut VfL-Planungen auch im von Verletzungen dezimierten Kader der „Ersten“ stehen.

Zuvor sollen sie aber der Drittliga-Mannschaft zum ersehnten Sieg verhelfen. Der Tabellenfünfte (8:4 Punkte) geht von der Papierform her als Favorit in das Duell mit dem Aufsteiger aus Mecklenburg. Der einstige Erstligist aus der Handball-Hochburg Rostock wurde in den vergangenen Jahren bis in die vierte Liga durchgereicht und hofft nun, als Neuling rasch Fuß zu fassen. Bislang gelang dies dem jungen Team allerdings noch nicht. Dem einzigen Sieg gegen Mitaufsteiger Jahn Hollenstedt (32:27) stehen sechs Niederlagen gegenüber.

Zudem stellt Rostock mit 207 Gegentoren (VfL: 144) die schwächste Abwehr der Liga. „Für mich ist der Gegner schwer einzuschätzen, aber wir wollen ohnehin mehr auf uns achten“, gibt Hansel die Richtung vor. Bis Mitte Dezember sind die VfL-Frauen dann im Wochenrhythmus gefordert und wollen sich bis Weihnachten ein Punktepolster anlegen.