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NWZonline.de Sport

VfL Oldenburg feiert zweiten Saisonsieg

18.11.2019

Oldenburg Im siebten Anlauf zum zweiten Saisonsieg: Die Handballerinnen des VfL Oldenburg gehen mit einem Erfolgserlebnis in die sechswöchige WM-Pause. Die Mannschaft von Trainer Niels Bötel bezwang am frühen Sonntagabend die Kurpfalz Bären aus Ketsch mit 28:23 (12:11) und schaffte damit den Anschluss ans Tabellen-Mittelfeld. Erfolgreichste Werferinnen beim VfL waren Myrthe Schoenaker und Jenny Behrend (beide 6 Tore).

Die Gastgeberinnen, die ohne die Langzeit-Verletzten Carina Aselmeyer und Lisa-Marie Fragge sowie Rekonvaleszentin Laura Kannegießer antraten, fanden zügig in die Partie. Die VfL-Frauen übernahmen sofort die Initiative und setzten den Aufsteiger aus der Kurpfalz gleich unter Druck. „Wir müssen von Anfang an zeigen, dass wir die Punkte in Oldenburg behalten wollen“, hatte Bötel seinen Spielerinnen mit auf dem Weg gegeben. Eine Vorgabe, die die Mannschaft vor 1001 Zuschauern nach einer kurzen Abtastphase auch beherzigte.

Die Gäste erzielten zwar den ersten Treffer, doch die VfL-Frauen blieben hellwach und zogen schnell auf 4:1 (8. Minute) davon. Daran konnten sie auch nicht die offensive Deckung des Neulings hindern. Und da auch Julia Renner (insgesamt 20 abgewehrte Bälle) im Tor gleich zu Beginn drei Glanzparaden zeigte, kam der VfL-Express zunehmend auf Touren.

9:5 hieß es nach 18 Minuten aus Sicht der Gastgeberinnen, als die Oldenburger Fahrt abrupt gestoppt wurde. Nach einem unglücklichen Eingreifen in der Abwehr, sah Kathrin Pichlmeier schon früh die Rote Karte (20.). Damit war das Abwehrkonzept von Trainer Bötel erst einmal hinfällig geworden, musste er doch jetzt den Mittelblock umbauen.

Sein Team tat sich sichtlich schwer in den folgenden Minuten, agierte gleich zweimal in Unterzahl und musste sogar den 9:9-Ausgleich sowie einen 9:10-Rückstand kassieren. Mit einem Kraftakt und zwei blitzsauberen Toren von Helena Mikkelsen und Lana Teilen erzwang der VfL schließlich die knappe 12:11-Pausenführung.

Im zweiten Durchgang entwickelte sich dann das erwartet intensive Spiel. Ketsch, das in Torfrau Leonie Moormann (11 Paraden) einen starken Rückhalt hatte, kam stark zurück und ging wieder mit 13:12 in Front. Was dann folgte war die große Zeit von Jenny Behrend: Die Nationalspielerin markierte vier Tore in Folge und brachte ihr Team so wieder in die Spur (17:15/39.).

Während beide Trainer in der Folge wiederholt in die taktische Trickkiste griffen, leisteten sich beide Mannschaften auf der Platte Fehler en masse. Darunter litt der Spielfluss, gleichwohl stieg die Spannung von Minute zu Minute. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen, beide wollten den Sieg. Dann die Vorentscheidung: Myrthe Schoenaker stellte mit dem ersten Siebenmeter für Oldenburg auf 21:18 (50.). Drei Angriffe später folgte wieder per Strafwurf das 23:19 durch Schoenaker – und der VfL nahm Kurs auf den zweiten Saisonsieg.

Die Handball-Bundesliga der Frauen pausiert nun aufgrund der Vorbereitung und Teilnahme der deutschen Nationalmannschaft an der Weltmeisterschaft in Japan (29. November bis 15. Dezember) bis nach Weihnachten. Die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) trifft sich dazu bereits an diesem Montag in der Sportschule Steinbach zum Lehrgang.

Im Kader des DHB-Teams steht auch Jenny Behrend vom VfL Oldenburg. Für die torgefährliche Rechtsaußen-Spielerin steht im VfL-Trikot das nächste Bundesligaspiel erst am 27. Dezember (19.30 Uhr) bei der HSG Bensheim/Auerbach auf dem Programm. Am 29. Dezember (16.30 Uhr, kleine EWE-Arena) bestreiten die VfL-Frauen dann ihr nächstes Heimspiel gegen die TuS Metzingen mit den früheren Oldenburgerinnen Madita Kohorst und Cara Hartstock.

Otto-Ulrich Bals Autor
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