OLDENBURG - OLDENBURG - Die Regionalliga-Handballerinnen des DSC Oldenburg sind nach der deutlichen 11:27-Niederlage beim Harpstedter TB wieder ans Tabellenende gerutscht. Die Mannschaft von Trainer Martin Kusch zeigte sich gegen den Tabellenfünften vor allem im Angriff viel zu harmlos, erzielte bis zur Pause gerade einmal drei Tore und wartet nunmehr seit elf Spielen auf den ersten Saisonsieg.
„Mit der Leistung in der Abwehr bin ich zufrieden, dagegen war das Angriffsverhalten natürlich unterirdisch“, bilanzierte Kusch. Immer wieder landeten die Bälle der Oldenburgerinnen bei der starken HTB-Torfrau Tina Lampe oder am Gebälk. „Unsere Wurfauswahl war schwach“, betonte Kusch.
Dabei war der DSC konzentriert in die Partie gestartet und hatte 1:0 und 2:1 (9.) geführt. Schnell stellte sich aber heraus, dass Leistungsträgerin Inka Warner mit ihrem Bänderriss zu stark gehandicapt war und nur sporadisch eingesetzt werden konnte. Auch Barbara Wojciechowska war angesichts einer Entzündung im Knie nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte.
Nach zehn Minuten riss dann wieder einmal der Faden im DSC-Spiel. Diesmal war eine doppelte Unterzahl nach zwei Zeitstrafen der Auslöser. Prompt zogen die Gastgeberinnen auf 9:2 davon. „Dass die Schiedsrichter insgesamt 15 Zeitstrafen vergeben haben und noch dazu zwei Rote Karten war lächerlich“, sah Kusch vor allem seine Spielerinnen von den beiden Referees benachteiligt. „Wir haben bestimmt nicht überhart agiert.“ Rot hatte DSC-Torfrau Solveig Adler wegen Schiedsrichterbeleidigung gesehen, dagegen sorgte die B-Jugendliche Bianca Steinbach nicht nur wegen ihrer drei gehaltenen Siebenmeter für einen positiven Lichtblick im Team.
Nach der Pause (11:3) nahm die elfte Saisonniederlage des DSC über die Zwischenstände von 16:3 (35.), 22:8 (47.) und 25:9 (51.) endgültig Gestalt an.
DSC: Adler, Steinbach – Wolken (2), Grabau (3), Bathelt (4), Harbort (2), Warner, Speckels, Wojciechowska, Lettow, Wiese.
