OLDENBURG - Leicht hatten es die Handballerinnen des DSC in der vergangenen Regionalliga-Saison nicht, in der Oberliga wird es wohl nicht einfacher. Mitten in der Vorbereitungsphase zählt Trainer Frank Holbein auf nur vier Spielerinnen aus dem Kader der Abstiegssaison. Das Gros der aktuellen Mannschaft kommt aus der Zweiten, die zuletzt in der Kreisoberliga spielte. „Immerhin haben wir aber 14, 15 Spielerinnen beim Training – und die machen Fortschritte“, sagt Holbein.

Aufgeben kommt für ihn nicht in Frage. Dreimal die Woche arbeitet das Team an den körperlichen Grundlagen, für Ende August ist ein kurzes Trainingslager geplant. „Ich mache das für die Mannschaft. Wir haben Spielerinnen, die hängen sehr an diesem Verein. Da werden wir jetzt nicht alles hinschmeißen“, sagt Holbein.

Nina Weise, Anne Grabow, Insa Schmidt und Ilka Schmidt blieben dem Club aus der ersten Mannschaft erhalten, einziger Zugang ist Christin Schmidt. „Dazu haben wir einige in der Zweiten, die schon unter Martin Kusch in der Ersten Erfahrungen gesammelt hatten.“

Das Aus des Ex-Trainers, der im März nach Streitigkeiten mit dem Vorstand aufgab, belastet. „Diese Geschichte hat an unserem Image gekratzt“, weiß Holbein. Potenzielle Kandidatinnen tun sich schwer, dem DSC zuzusagen.

Holbein („Wenn wir eine Mannschaft zurück ziehen, dann die Zweite“) sieht eine Oberliga-Zukunft: „Bei uns werden die Karten völlig neu gemischt. Unsere junge Mannschaft geht sicher nicht chancenlos in die Spielzeit.“ Dringend benötigt werden eine Torhüterin und Rückraumspielerinnen – angesichts des schmalen Kaders aber betont er: „Jede ist willkommen.“