Oldenburg - Ganz so schwer hatte sich Tabellenführer Buxtehuder SV II sein Gastspiel in Oldenburg wohl nicht vorgestellt. Das Juniorteam des VfL gab im Drittliga-Duell der Bundesliga-Reserve wie gefordert am Samstag von Beginn an Vollgas und ärgerte den Favoriten. Am Ende setzten sich die Gäste aber doch relativ sicher mit 32:26 durch.

„Im Großen und Ganzen hat mir das ganz gut gefallen. Wir konnten schon ganz gut mithalten“, meinte VfL-II-Trainer Silke Prante: „Um aber auf Augenhöhe zu spielen, hätten wir die ganze Zeit über 100 Prozent bringen müssen. Man hat schon gesehen, dass Buxtehude deutlich eingespielter ist als wir.“

Im Training müssen die Oldenburgerinnen meist ohne die zum Bundesliga-Kader zählenden Außenspielerinnen auskommen. Im Tor des VfL II stand diesmal auch wieder Nele Reese aus der ersten Mannschaft. Die 19-Jährige, die vor einer Woche beim 20:19-Sieg bei ihrem Ex-Club Henstedt-Ulzburg ein starker Rückhalt für das Juniorteam gewesen war, hielt die Mannschaft mit einer Rettungsquote von fast 50 Prozent auch nun lange im Rennen.

Nach einem 0:2-Rückstand glichen Kapitänin Kea Drewes und Toni Reinemann für die Gastgeberinnen aus. Letztere sorgte mit ihrem zweiten von insgesamt sechs Treffern Mitte der ersten Halbzeit auch für eine 6:5-Führung, doch nur drei Minuten später war der Favorit durch einen 5:0-Lauf auf 10:6 davongezogen. Zur Pause führte die Reserve von „Buxte“ 17:14. „Wir haben teilweise etwas unkonzentriert im Angriff gespielt, was zu einigen Abspielfehlern geführt hat und von einem blitzschnell umschaltenden Gegner gnadenlos bestraft wurde“, meinte Prante.

Auch nach dem Seitenwechsel hielt der VfL II tapfer dagegen, aber knapp acht Minuten vor dem Ende waren die Kräfte anscheinend aufgebraucht. Die Grün-Weißen scheiterten mit schlecht vorbereiteten Würfen ein ums andere Mal an Gästekeeperin Lysianne Schädlich und wurden vom Tempohandball des Gegners überrannt.

Die mittlerweile im Tor stehende Alexandra Meyer hatte kaum eine Chance, sich einmal zu profilieren. Innerhalb weniger Minuten war aus einem 23:26 ein 23:31 geworden. Zwei Treffer von Toni Reinemann und ein Tor von Emma Neumann hielten das Ergebnis aber einigermaßen in Grenzen.

Im letzten Spiel vor der Weihnachtspause sind die neuntplatzierten Oldenburgerinnen (7:13 Punkte), deren Vorsprung auf das Trio im Tabellenkeller durch das 27:20 der HG Owschlag/Kropp/Tetenhusen (3:17) beim TV Oyten (2:18) etwas geschrumpft ist, am kommenden Sonntag beim neuen Schlusslicht Hannoverscher SC (ebenfalls 2:18) zu Gast. Mit der Leistung, die gegen den Spitzenreiter gezeigt wurde, ist dort ganz sicher ein Sieg möglich.