OLDENBURG - Die Lage im Abstiegskampf wird immer prekärer. Verstärkungen zur Winterpause wird es aber nicht geben.
Von Henning Busch
OLDENBURG - Die Pechsträhne bei den nach zehn Spieltagen immer noch punktlosen Regionalliga-Handballerinnen des DSC Oldenburg geht weiter. Am Montag zog sich die gerade erst wiedergenesene Führungsspielerin Inka Warner (Fingerbruch auskuriert) im Training einen Bänderriss im Knöchel zu und droht nun für das Auswärtsspiel am Sonnabend (16.30 Uhr) beim Tabellensiebten Harpstedter TB auszufallen. „Ohne sie geht es eigentlich nicht“, weiß DSC-Coach Martin Kusch um die „alles andere als guten Voraussetzungen“ vor dem vorgezogenen Rückspiel gegen Harpstedt.Das Hinspiel hatten die Oldenburgerinnen zum Saisonauftakt zu Hause sang- und klanglos mit 12:30 verloren, aus der angepeilten Revanche scheint nun nichts zu werden. „Dabei liegt uns Harpstedt eigentlich mit seiner langsamen Rückwärtsbewegung – in der vergangenen Saison waren wir deren Angstgegner“, ärgert sich Kusch, dass er erneut nicht seine Bestbesetzung aufbieten kann. „Wir werden im Abschlusstraining testen, ob Inka nicht doch auflaufen kann, zumal wir angesichts der prekären Tabellensituation keine Spiele einfach abschenken können – ihre Gesundheit geht aber natürlich vor“, betont Kusch, der zudem noch immer auf Torfrau Tina Julius verzichten muss. Außerdem ist Barbara Wojciechowska angeschlagen (Knieprobleme).
Der selbst ernannte Titelfavorit aus Harpstedt blieb bislang deutlich hinter den eigenen Erwartungen zurück, verfügt aber in Torfrau Tina Lampe sowie Simone Winkler und Mareike Zetzmann im Rückraum über starke Spielerinnen. An Letzterer war auch der DSC vor der Saison stark interessiert, erhielt aber im letzten Moment einen Korb. Verstärkungen zur Winterpause, die dem DSC im zurzeit fast ausweglos erscheinenden Abstiegskampf zur Hand gehen könnten, schloss Kusch aus finanziellen Gründen aus. „Klar planen wir zweigleisig, aufgegeben haben wir uns aber trotzdem noch nicht.“
