OLDENBURG - Beim DSC wird morgen gefeiert. Nur der Abschied von Christensen und Barnickel trübt ein wenig die Stimmung.

Von henning Busch

und Björn Heuermann

OLDENBURG - Die Regionalliga-Saison des VfL II und DSC neigt sich dem Ende entgegen. Während die Bundesliga-Reserve vom VfL am letzten Spieltag bei HS Bückeburg einen positiven Abschluss erreichen will, erwarten die DSC-Handballerinnen den Tabellenvorletzten BV Garrel, der sich durch einen Sieg noch im letzten Moment vor dem drohenden Abstieg retten könnte.

Durch den angekündigten Rückzug von Eintracht Oberlübbe ist noch einmal Bewegung in die Abstiegsfrage gekommen. Das weiß auch Martin Kusch. „Garrel wird alles versuchen, um mit einem Sieg noch an Germania List vorbeizukommen, aber auch wir wollen uns unbedingt mit einem Heimsieg verabschieden, um den als Saisonziel angepeilten fünften Platz endlich sicher zu haben“, stellt der DSC-Coach klar.

Zudem soll schon vor dem Anpfiff ab 15 Uhr eine kleine Saisonabschluss-Sause an der Brandenburger Straße steigen – auch wenn nicht allen DSC-Spielerinnen so richtig danach zu Mute sein dürfte. So werden beim letzten Heimauftritt nicht nur Torfrau Jovita Valiute (zurück nach Litauen) und Franziska Tiltsch (Studium) verabschiedet, sondern in Christina Christensen (zurück nach Dänemark) und Frauke Barnickel (Karriereende) auch die beiden Haupttorschützinnen und Publikumslieblinge.

Unterdessen hat Kusch den Kader für die neue Regionalligasaison – wie berichtet – bis auf zwei Schlüsselpositionen (Tor und Rückraum) fast zusammen. Die hoffnungsvollen Verhandlungen mit zwei regionalliga-erfahrenen Spielerinnen stehen kurz vor dem Durchbruch

Über zwanzig Spielerinnen konnte derweil VfL-Trainer Markus Stapenhorst in dieser Saison einsetzen, und die breite Auswechselbank zeigte Wirkung. Souverän und abgeklärt spielten sie ihre Gegner teilweise in Grund und Boden. Daran soll sich auch im letzten Spiel nichts ändern. Die „Zweite“ steht lange als Meister fest, und auch Bückeburg schaffte in letzter Sekunde den sicheren Klassenerhalt. Als Elfter der Tabelle sind die Gastgeberinnen im Besitz von 17 Pluspunkten und dadurch auch rechnerisch nicht mehr auf einen Abstiegsplatz zu verbannen.

Es kann also durchaus eine interessante Begegnung werden, denn beide Teams können befreit aufspielen und dem Publikum alle Raffinessen bieten. Dabei wollen die VfLerinnen sich am letzten Spieltag keineswegs noch eine Niederlage zufügen lassen. „Selbstverständlich wollen wir jetzt nicht mehr als drei Minuspunkte ansammeln. Die Konzentration wird bis zuletzt aufrecht erhalten“, betont Stapenhorst. „Mit einer Niederlage im Gepäck feiert es sich zudem nicht so gut auf der Rückfahrt“, schmunzelt der Trainer und findet so noch weitere Motivationsmöglichkeiten.