OLDENBURG - Es ist ein Spitzenspiel, das ein paar Wochen zu spät kommt. Denn die Würfel in der Dritten Handball-Liga der Frauen sind gefallen. Wenn an diesem Sonnabend (17 Uhr, Wechloy) Vizemeister VfL Oldenburg den neuen Meister Füchse Berlin empfängt, erwartet Spielertrainerin Alexandra Hansel dennoch alles andere als ein müdes Freundschaftsspiel. „Die Füchse wollen mit Sicherheit ohne Verlustpunkt Meister werden, wir wollen das verhindern“, lautet die Vorgabe.

Die Bilanz der Berlinerinnen spricht jedoch eine eindeutige Sprache: Mit 48:0 Punkten führen die Füchse die Liga an. 835 Treffer gelangen ihnen in 24 Spielen, also im Schnitt fast 35 pro Partie, die Tordifferenz liegt bei beachtlichen plus 326. „Die gehören nicht in die Dritte Liga“, sagt Hansel über das Ausnahmeteam. Umso höher bewertet sie die Vizemeisterschaft ihrer Mannschaft. Mit 42:6 Zählern und der zweitbesten Tordifferenz von plus 128 haben die VfL-Frauen den Rest der Liga deutlich distanziert, verloren aber das Hinspiel in Berlin. „Dafür können wir uns zwar nichts kaufen, doch es ist ein großer Erfolg“, würdigt Hansel die Leistung ihres Kaders. Der bleibt – Stand jetzt – weitgehend zusammen. Einzig Marielle Juricke wechselt im Sommer in die Zweite Liga zum TSV Nord Harrislee, da sie ein Studium in Flensburg beginnen wird. Dafür werden die A-Juniorinnen Joseffa Baumann und Torfrau Alexandra Meyer in die Zweite aufrücken.

Wie berichtet beendet Spielertrainerin Hansel zudem wegen Rückenproblemen ihre aktive Handballlaufbahn und wird sich ab der neuen Saison auf das Coachen beschränken. „Ich hätte gerne länger gespielt, aber die Vernunft hat entschieden“, sagt sie vor ihrem letzten Heimspiel. „Wegen unserer Personalknappheit werde ich auf jeden Fall auf der Platte stehen, mal sehen, wie lange.“ Verzichten müssen die VfL-Frauen am Sonnabend auf die drei A-Jugendlichen Nadine Smit, Neele Buschmann und Julia-Marina Schnell, die mit den Juniorinnen in Hannover in die Endrunde um die DM starten.