OLDENBURG - Mit Verletzungssorgen treten an diesem Sonnabend (18.30 Uhr) die Regionalliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg II zum Derby bei Werder Bremen an. Nachdem sich Birthe Barger bereits am vergangenen Wochenende vor dem Spiel beim HV Lüneburg (31:27) am Fuß verletzt hatte (Außenbanddehnung), muss Trainer Patrice Giron jetzt auch auf Aufbauspielerin Alex Temp verzichten. Die 27-Jährige, die 2008 mit dem VfL-Bundesligateam den Challenge Cup gewann, erlitt einen Hörsturz und muss mindestens eine Woche pausieren. Bei Barger besteht immerhin noch etwas Hoffnung auf einen Einsatz.

„Das sind natürlich schlechte Voraussetzungen, aber das lässt sich jetzt nicht ändern. Alle Spielerinnen sind nun in der Pflicht. Ob Birthe vielleicht doch spielen kann, entscheiden wir kurzfristig“, erklärt Giron.

Nach zwei Siegen in den ersten beiden Spielen der Saison und Platz zwei in der Tabelle, wollen die Oldenburgerinnen nun gegen Bremen die Serie ausbauen. „Das Training war trotz der Verletzungsprobleme sehr gut. Es gibt keinen Grund zur Sorge“, verspricht Giron.

Mit der Leistung am vergangenen Spieltag gegen den HV Lüneburg war Giron trotz des Sieges aber nicht wirklich zufrieden: „Die Spielerinnen wissen selber, dass die Leistung nicht gut war. Wir haben uns dort nicht so präsentiert, wie wir es uns vorgenommen hatten. Das soll diesmal natürlich besser werden.“

Der Gegner an diesem Sonnabend ist allerdings ein unangenehmer. Auch die Bremerinnen sind erfolgreich in die neue Saison gestartet: Bei der HSG Isenhagen konnten sie am vergangenen Spieltag einen zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Rückstand noch in einen 27:26-Sieg umwandeln. Wie der VfL, hat sich auch Werder für die kommenden Jahre den Aufstieg in die Zweite Liga zum Ziel gesetzt. „Dieses Jahr würden wir uns über den fünften oder sechsten Platz freuen“, sagt Werder-Trainer Radek Lewicki.

Giron stellt sein Team auf einen kämpferisch starken Gegner ein: „Die Halle in Bremen ist eng und schwer zu spielen. Aber das soll vorab keine Ausrede sein. Wichtig ist grundsätzlich, dass wir flexibel bleiben.“