OLDENBURG - Zwei Oldenburger Handballteams konnten am Wochenende den Heimvorteil nicht nutzen.
Verbandsliga, Männer: Tvd Haarentor - HG Jever/Schortens 23:26. Nach zwei Siegen in Folge zum Abschluss des alten Jahres wurde der Aufwärtstrend bei den Haarentorern am Sonnabendabend bei der Ligapremiere in 2011 im Derby gegen den Tabellenzweiten vorerst gestoppt. Dabei hatten die Oldenburger den auswärts damit noch immer unbesiegten Gästen lange Paroli geboten.
„In der ersten Halbzeit haben wir über weite Strecken geführt und wirklich gut gespielt – das macht Hoffnung für den Abstiegskampf“, lobte TvdH-Trainer Ralf Hafemann seine Mannschaft. Auch nach Wiederbeginn (13:14) verlief die Partie eng. Der Knackpunkt kam allerdings nach 45 Minuten, als HG-Torwart Mario Peters einen Siebenmeter der Haarentorer, die alle anderen neun Strafwürfe verwandelten, entschärfte. „Danach haben wir zwei, drei Angriffe zu hektisch abgeschlossen“, analysierte Hafemann.
Die Friesländer nutzten die Gunst der Stunde und zogen auf 24:20 davon. Am Ende griff Hafemann nach einer Auszeit zum letzten Mittel und ließ eine offene Manndeckung praktizieren. Zu mehr als einer kleinen Ergebniskosmetik reichte es aber nicht mehr. Ärgerlich war allerdings die Rote Karte kurz vor Schluss für Arne Eckhoff nach einem Gerangel mit einem Jeveraner, der ebenfalls Rot sah.
Oberliga, Frauen: VfL III - BV Garrel 30:40. Der VfL Oldenburg III hat im Derby gegen den Tabellenzweiten Garrel eine Überraschung verpasst. Immerhin war diese nach zehn (5:3) und auch nach 20 Minuten (10:12) noch im Bereich des Machbaren.
Dann aber fand Garrel vor 120 Zuschauern die passenden Rezepte gegen eine erst gute, dann zunehmend ungeordneter wirkende VfL-III-Deckung. Besonders über die ehemaligen Oldenburgerinnen Ines Langkabel (Rückraum) und Nina Bruck (Kreis) baute der BVG seine Führung kontinuierlich aus.
„Garrel hat sich diesen Vorsprung durch eigene Disziplin erarbeitet“, kommentierte Oldenburgs Trainerin Conny Kuck den 14:20-Pausenstand.
In der zweiten Hälfte gestaltete der VfL III das Spiel abermals lange offen, verpasste es aber aufzuholen. So fehlte der insgesamt ansehnlichen und qualitativ guten Oberliga-Begegnung etwas die Spannung. „30 Tore sind eigentlich nicht schlecht, aber dennoch waren es mir im Angriff ein paar Fehler zu viel“, sagte Kuck. „Garrel hat verdient gewonnen.“
Etwas Bangen muss das Team noch um Rückraumspielerin Svenja Pobig, die in der ersten Hälfte behandelt wurde und Anfang der Woche untersucht wird. Eine überzeugende Leistung zeigten Lara Proffe auf der halbrechten Position und die 13-fache Torschützin (davon vier Siebenmeter) Nadine Smit.
Der VfL III (13:13 Punkte) fiel damit auf den achten Rang zurück. Am kommenden Sonnabend kann die Dritte mit einem Sieg beim Tabellensiebten Morsum (14:14) aber wieder nach oben klettern.
