OLDENBURG - Riesenjubel bei den U-18-Basketballern des Landesbildungszentrums für Hörgeschädigte Oldenburg (LBZH): Bei der Endrunde um die deutsche Meisterschaft der Schulen für Hörgeschädigte in Berlin gelang den Mädchen und Jungen der doppelte Titelcoup.
Auf dem Weg zur insgeheim erhofften Meisterschaft hatte das Jungenteam eine überzeugende Leistung gezeigt und sich den anderen Teams als eindeutig überlegen erwiesen. Die ersten beiden Spiele gegen Dortmund (31:12) und Stegen-Freiburg (35:9) wurden souverän gewonnen. Auch im abschließenden Spiel gegen die bis dahin ebenfalls ungeschlagenen, stark aufspielenden Frankenthaler gab es einen nie gefährdeten Sieg (33:22).
Homogene Einheit
Die auf allen Positionen gut besetzte Jungenmannschaft um Gehörlosen-Nationalspieler Maurice Handke erwies sich als kompakte, homogene, taktisch disziplinierte Einheit, die aus einer sehr gut organisierten aggressiven Verteidigung heraus im Angriff druckvoll, variantenreich und korbsicher agierte.
Die vor dem Final-Four-Turnier als Außenseiter eingeschätzten Oldenburger Mädchen schafften mit dem Gewinn des Meistertitels eine kleine Sensation. Nach Siegen gegen Münster und die Favoritinnen aus Stegen-Freiburg gab es im letzten, hochdramatischen Spiel eine knappe Niederlage gegen Frankenthal. Bei drei punktgleichen Mannschaften entschied letztlich die Korbdifferenz in den direkten Vergleichen zugunsten der Oldenburgerinnen.
„Getragen von einem tollen Mannschaftsgeist, einem kollektiven unbedingten Siegeswillen, Nervenstärke und einer vorbildlichen kämpferischen Einstellung bot das Team eine sehr starke Abwehrleistung bei einer fast optimalen Chancenauswertung im Angriff – Chapeau“, freute sich Lehrer und Trainer Bodo Fischer.
Baskets als Motivatoren
Fischer dankte Detlef Krüger und den „Motivatoren“ Daniel Hain und Mindaugas Lukauskis von den EWE Baskets für deren Hilfe vor der DM-Endrunde. „Ein besonderer Dank gilt der Öffentlichen Brandkasse Oldenburg, der Sparda-Bank Münster und dem Bezirksverband Oldenburg, ohne deren finanzielle Engagements das Unternehmen Endrunde in Berlin nicht möglich gewesen wäre.“
Zu den Meistermannschaften gehören Jana Ritter, Enja Schole, Mariannne Kern, Vanessa Teichmann, Merve Dalkilinc, Kasandra Köhnemann, Ina-Cathrin Onken, Petra Erbo, Maurice Handke, Markus Ratje, Ramazan Ucar, Simon Möhlmann, Martin Vorholt, Patrick Wiemann, Alexander Rots, Mert Tunc, Pascal Behrens, Sebastian Engeln sowie ihre Lehrer Ingrid und Bodo Fischer.
