OLDENBURG/HUDE - Durch den 31:28-Sieg beim Rivalen VfL Oldenburg III haben die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg die Verantwortlichen zum Handeln gezwungen. Die Möglichkeit des Aufstiegs in die Regionalliga ist näher gekommen.

„Vertreter beider Vereine werden sich in diesen tagen zusammensetzen und die Lage erläutern“, gab der Vorsitzende der HSG, Dieter Lingenau, einen kleinen Einblick in den Fahrplan. Bis Ende des Monats sollen aber die Weichen gestellt sein.

„Sportlich gibt es noch Fragezeichen“, so Lingenau. Damit meinte er nicht die noch zur Meisterschaft fehlenden Punkte, sondern vielmehr die Qualität der Mannschaft, die zwar Oberligareife habe, aber wohl in dieser Zusammensetzung noch nicht regionalligatauglich sei. Damit steht er im Einklang zu Trainerin Inge Breithaupt, die im Falle eines Aufstiegs ebenso Verstärkungen fordert. Sie muss es wissen, schließlich war sie Jahre lang beim Harpstedter TB in dieser Liga Trainerin.

„Wir werden nur in der neuen Klasse melden, wenn wir sportlich kein Kanonenfutter sind und finanziell keinen Ritt auf der Rasierklinge machen müssen“, macht Lingenau deutlich, dass die HSG besonnen entscheiden wird. Im Sinne der Spielgemeinschaft, aber auch im Sinne der jungen Spielerinnen, die es nicht wert seien Prügelknaben zu sein.

Ende des Monats haben Lingenau und seine Mitstreiter sich als Ziel gesetzt, damit noch Handlungsspielraum vorhanden ist. Einerseits, um sich nach Verstärkungen umzusehen. Andererseits, um im Falle eines Verbleibs in der Oberliga Spielerinnen die Chance zu geben, sich eventuell sportlich neu zu orientieren. Die Klasse dazu hätten einige. Beim Sieg über den VfL haben sie dies am Sonntag nachhaltig unter Beweis gestellt.