OLDENBURG/HUDE - „Nein, die Meisterschaft haben wir noch nicht sicher“, wollte Inge Breithaupt, Trainerin der Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg, nach dem 31:28 (28:11)-Sieg des Tabellenführers beim Verfolger VfL Oldenburg III noch keinen Glückwunsch annehmen. Schließlich stünden noch fünf Spiele an. Die HSG-Spielerinnen haben aber mit einer beeindruckenden Leistung deutlich gemacht, wer der erste Anwärter auf den Titel und den Aufstieg in die Regionalliga ist: die HSG Hude/Falkenburg. Die freute sich auch darüber, dass Verfolger Vechta in Elsfleth nur remis spielte.
„Es war gut, dass wir so viele Alternativen auf der Bank hatten“, nannte Breithaupt einen Grund, warum es zu Sieg reichte. Motiviert, engagiert, einsatz- und lauffreudig präsentierte sich die HSG, denen die Oldenburgerinnen im zweiten Abschnitt allerdings in Nichts nachstanden. Nach nervösem Auftakt mit Ballverlusten und technischen Fehlern fanden die Gäste zuerst zu ihrem Spiel. Allen voran bot Marilena Niemann im rechten Rückraum eine Galavorstellung, die bei den Oldenburger Verantwortlichen Begehrlichkeiten wecken dürfte. Niemann machte Druck, spielte glänzend mit den Aktiven am Kreis und suchte den Weg zum Tor. Kein Lob konnte größer sein, als die Tatsache, dass sie nach dem Wechsel kurz gedeckt wurde.
Nach 21 Minuten (10:8) begann dann „der Lauf“ der Gäste. Oldenburg, das wiederholt an Torfrau Andrea Klahn scheiterte, wirkte hilf- und machtlos. Der Pausenpfiff kam dem VfL sehr gelegen.
Bissig und kämpferisch wehrten sich die Oldenburgerinnen dann gegen das drohende Debakel, während die HSG ein wenig ihre Souveränität verlor. Insbesondere mit der kräftigen Kreisläuferin Svenja Pobig hatten sie so ihre Probleme. Zu oft standen sie hinter statt vor der Spielerin, was zu einer Flut an Strafwürfen und dem Anschluss des VfL (23:21) führte.
In der Offensive geriet das Spiel der HSG durch die Manndeckung gegen Niemann und Mühlbach ins Stocken. Es zeichnete die Spielerinnen aus, dass sie Fehler wegsteckten und kämpften. Als Michaela Cordes von Außen einlief und punktgenau bedient wurde, war mit dem 30:26 der Sieg perfekt. Der Rest war einfach nur „schön“, so Marilena Niemann.
