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NWZonline.de Sport

Über Luxemburg und Hamburg nach Hawaii

12.06.2018

Oldenburg Die Kette ist gerissen, sein sportlicher Traum ist jedoch nicht geplatzt – sondern nur verschoben: Auch in diesem Jahr versucht Carsten Niederberger, sich für die Ironman-WM auf Hawaii zu qualifizieren. Zudem möchte er sich einen Startplatz für die Weltmeisterschaft über die halbe Distanz, die sogenannte 70.3-WM, in Südafrika sichern. Für den Fall, dass das mit Hawaii nicht hinhaut.

„Ich möchte eine der beiden WMs machen“, betont der Triathlet des 1. TCO „Die Bären“. Doch es ist klar: Hawaii geht vor. Südafrika ist „mehr eine ,Fallback-Option‘ – genau wie letztes Jahr.“

Kettenriss kostet Ticket

2017 hatte Niederberger beim Ironman in Frankfurt versucht, einen der begehrten Startplätze für Hawaii zu bekommen. Das hätte auch fast geklappt – wenn nicht auf einer berüchtigten Kopfsteinpflaster-Passage seine Fahrradkette gerissen wäre und er durch die Panne 20 Minuten verloren hätte. Im Ziel fehlten ihm weniger als zehn Minuten auf die Plätze, die ihm einen Hawaii-Slot beschert hätten. Er beendete den Triathlon nach 3,8 km Schwimmen, 180 km Rad fahren und 42,2 km Laufen in 9:36:08 Stunden.

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Dieses Jahr soll es klappen mit der Quali, und den Startplatz möchte Niederberger sich diesmal beim Ironman in Hamburg (29. Juli) sichern. „Ich bin im Kopf mit Frankfurt durch“, begründet der 38-Jährige den Wechsel der Strecke. Am Main war er schon einmal gestartet und wegen einer Verletzung gar nicht ins Ziel gekommen.

Topfebene Radstrecke in Hamburg

An der Elbe wird das Unterfangen jedoch nicht eben leichter: Erstens hält der Wettbewerb nur fünf oder sechs sogenannte „Slots“ für die WM auf Hawaii bereit, wohingegen beim höherwertigen Rennen in Frankfurt zehn vergeben werden.

Zweitens kommt die neue Radstrecke, die erst nach seiner Anmeldung präsentiert wurde, ihm nicht gerade entgegen: „Die Radstrecke ist topfeben und null selektiv. Das wird durchaus zwiespältig gesehen“, erklärt Niederberger. Das heißt, es müssen keine Anstiege gefahren werden, bei denen sonst schwerere und schwächere Radfahrer Zeit verlieren.

Niederberger: „Es wird sauschnell“

Vor allem für Niederberger, der ein sehr starker Schwimmer ist, ist das ein Nachteil: „Ich werde nach dem Schwimmen erstmal alleine vorne losfahren, während die anderen in Reihe und Gruppen fahren können.“ Bei so flachen Strecken werde oft auch mal im Windschatten gefahren – verbotenerweise. „Es wird auch ein wenig auf die Kampfrichter ankommen, wie streng sie das ahnden“, meint der Oldenburger, der sich andererseits auch ein wenig auf die Strecke freut: „Es wird sauschnell. Vielleicht kann ich einen Ironman unter 9 Stunden schaffen – das wäre auch ein Traum.“

Drittens tritt der Triathlet, der im November 39 Jahre alt wird, in seiner Altersklasse der 35-39-Jährigen gegen bis zu vier Jahre jüngere Athleten an. Das aber sei das geringste Problem – und verschaffe immerhin eine gute Aussicht auf das nächste Jahr, wenn Niederberger in die nächste Altersklasse aufrückt.

Etwas mehr „Köpfchen“

Zum „alten Eisen“ zählt sich der „Eisenmann“ aber noch lange nicht, seine Form sei mit der vom Vorjahr vergleichbar, schätzt Niederberger „Ich bin im Schwimmen vielleicht ein bisschen schwächer, weil ich das weniger trainiert habe, aber da kräht am Ende kein Hahn nach, ob ich eine Minute später aus dem Wasser steige.“ Dafür sei er auf dem Rad ein ganzes Stück stärker geworden. „Gefühlt habe ich mehr Druck auf dem Pedal“, sagt Niederberger, der sich zudem ein neues, „sehr geiles“ Zeitfahrrad zugelegt hat.

Außerdem will er das Rennen mit etwas mehr „Köpfchen“ angehen und sich einen genauen Rennplan zurechtlegen. „Ich werde bestimmte Wattwerte beim Radfahren und Pulswerte beim Laufen nicht überschreiten. Ich werde meinen Stiefel durchziehen und nicht auf Rennsituationen reagieren“, sagt er. In der Vergangenheit sei er, wenn er sich gut gefühlt habe, auch mal zu schnell losgefahren oder gelaufen. Und auch wenn es sich zunächst gut anfühlte, habe sich das – ob der Länge der Renndistanz – irgendwann gerächt.

Test über Halbdistanz

Zunächst geht es aber nach Luxemburg, wo er sich an diesem Sonntag auf der halben Distanz für die WM in Südafrika qualifizieren möchte – als doppelte Vorsorge, sozusagen. Falls es mit Hawaii nicht klappt, könnte er dennoch bei einer Triathlon-WM starten. Das ist ihm auch letztes Jahr schon gelungen: In Chattanooga (USA) belegte er 2017 in seiner Klasse den 45. Platz in 4:37:07 Stunden.

Zudem soll Luxemburg ein Test sein für das große Rennen in Hamburg, ein Test in Sachen Material, Taktik und Ernährung. „Der Saison- und Leistungshöhepunkt in meinem Trainingsplan ist Hamburg – das muss es auch sein. In Luxemburg starte ich aus dem Training heraus, da lege ich vier Tage vorher die Beine etwas hoch.“

Und wenn es dort mit dem WM-Startplatz über die 70.3-Distanz klappt? „Das ändert nichts. Es beruhigt mich nur etwas.“

Mathias Freese
Redakteur
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2032

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