OLDENBURG - Als strahlende Deutsche Meister sind Sei Kam Chow (Schwarz-Weiß Oldenburg) und Sebastian Frey (Polizei SV) von den nationalen Kata-Meisterschaften im Judo aus Bremen zurückgekehrt. In einem stark besetzten Feld von 14 Startern hatten sich die Oldenburger mit ihrer Wettkampfkata „Katame no kata“ (Form des Bodenkampfes) die Goldmedaille gesichert. Damit verteidigte das Kata-Team zum zweiten Mal in Folge den deutschen Meistertitel.

Schon in der Vorrunde hatten sich Chow und Frey mit der Startnummer zwölf sehr wettkampfstark gezeigt. Mit der Höchstpunktzahl aller gestarteten Mannschaften zogen sie mit 89 Punkten Vorsprung als punktbestes Team in den Endkampf ein. Dort präsentierten sich die Oldenburger noch einmal in bester Form und erreichten mit 71 Zählern Vorsprung erneut die höchste Punktzahl.

„Wir hatten uns sehr gut vorbereitet und uns eigentlich auf eine stärkere Leistung unserer Verfolger eingestellt. Aber auch dafür wären wir gewappnet gewesen“, bilanzierte Frey nach dem dritten deutschen Titelgewinn nach 2009 und 2010. Seine Kata-Partnerin Chow ergänzte: „Unsere Vorbereitung war optimal und gab uns die nötige Sicherheit bei unseren Kämpfen.“

Auch Trainer Kurt Teller zeigte sich mit dem Ergebnis des Teams sehr zufrieden: „Nach unseren Wettkämpfen bei den Landesmeisterschaften im Mai haben wir noch einmal gezielt an Schwachstellen gearbeitet und einige Techniken deutlicher definiert. Wir haben damit jetzt einen sehr guten Stand erreicht. Mein Team hat eine sehr dynamische Kata gezeigt, die von beiden auch sehr souverän und ausdrucksstark vorgetragen wurde.“

Erstmals bei einer Kata-DM waren zwei weitere Oldenburger Teams am Start. Neele Kretschmer und Annika Deharde (beide Polizei SV) traten mit ihrer Wettkampfkata „Nage no kata“ (Form des Werfens) an. Beide zeigten eine technisch saubere Kata und konnten ihre bisher beste Leistung abrufen. In einem Starterfeld von 21 Teams reichte es jedoch noch nicht zum Einzug in die Finalrunde.

DM-Premiere feierten auch Cornelia Holz und Wiebke Hannemann (beide SW Oldenburg). Sie gingen mit der „Kodokan Goshinjutsu“ (Form der modernen Selbstverteidigung) an den Start, überzeugten ebenfalls mit ihrer bisher besten Kata-Leistung und belegten in einem Feld von Routiniers einen guten siebten Platz.

Zeit zum Verschnaufen bleibt den Oldenburgern indes nicht. An diesem Dienstag und Mittwoch finden in Frankfurt die Kata-Weltmeisterschaften der International Judo-Federation (IJF) statt. Daran nimmt das Oldenburger Kata-Team Chow und Frey ebenso teil wie Hannemann, die in ihrer Wettkampf-Kata mit einem neuen Judo-Partner startet.