OLDENBURG - Die deutschen Farben würdig vertreten haben die Oldenburger Teilnehmer bei der 3. Kata-Weltmeisterschaft in Frankfurt am Main. Erfolgreichste Starter des Deutschen Judo-Bundes (DJB) bei den Titelkämpfen der International Judo-Federation (IJF) waren am Ende die beiden Oldenburger Sei Kam Chow (Schwarz-Weiß Oldenburg) und Sebastian Frey (Polizei SV), die trotz der großen Konkurrenz den sechsten Platz belegten.

Kata ist eine Form des Judo-Kampfes, bei der Abfolgen festgelegter Techniken kunstvoll präsentiert werden. 123 Teams aus 25 Ländern waren am Start und kämpften um Titel und Medaillen in den fünf unterschiedlichen Wettbewerbskata. Allein 25 Teams wetteiferten um die Plätze in der „Katame no kata“, der Kategorie, in der das SWO-Kata-Team antrat.

In zwei Pools wurden zunächst die drei Besten ermittelt. In ihrem Pool mit zwölf Teams konnten die Oldenburger dabei im direkten Vergleich die Vize-Weltmeister des Vorjahres aus Italien und die Europameister des Vorjahres aus Spanien hinter sich lassen und in die Finalrunde einziehen.

Dort kämpften sie gegen die letztjährigen Weltmeister aus Japan, sowie gegen drei Teams aus Italien und ein Duo aus dem Iran. In der Endabrechnung belegte das Oldenburger Team schließlich den sechsten Platz und war damit erfolgreichster Vertreter des DJB, der insgesamt 23 Zweierteams zur Teilnahme an dieser Kata-WM gemeldet hatte. Dafür wurden die beiden Oldenburger von der International Judo Federation mit einem Diplom geehrt.

Ebenfalls in Frankfurt am Start war Wiebke Hannemann (Schwarz-Weiß Oldenburg), die mit ihrem Partner Roland Peplinski (TSV Wettmar) in der Kata „Kodokan Goshinjutsu“ antrat. Beide konnten sich nicht für die Finalrunde qualifizieren und mussten sich so mit einer Platzierung im Mittelfeld begnügen.

Sieger in allen fünf Wettbewerbskata wurden Teilnehmer aus Japan. Die Ankündigung, dass die nächsten Weltmeisterschaften 2012 in Brasilien stattfinden werden, stieß bei den Oldenburgern auf wenig Begeisterung. „Unser Verband zahlt weder Startgeld, noch Flug- oder Hotelkosten. Ohne Sponsoren werden wir uns die Teilnahme schlichtweg nicht leisten können“, sagte SWO-Trainer Kurt Teller.