OLDENBURG -
und Jan zur Brügge
OLDENBURG - Seine Fußball-Erfahrung an etwa 30 junge Talente aus dem nordwestdeutschen Raum weitergegeben hat am vergangenen Wochenende Günter Hermann. Der ehemalige Nationalspieler führte beim EWE-Fußball-Camp in Oldenburg die Regie auf dem Trainingsplatz.Die Fördermaßnahmen für talentierte C-Jugendliche werden in Oldenburg in Kooperation mit dem VfB durchgeführt. Sechs Trainer des Vereins und Jugendkoordinator Raphael Riekers unterstützten Hermann bei seiner Arbeit. „Ich denke schon, dass hier sehr viel Potenzial vorhanden ist. Dieses gilt es mit qualifizierten Trainern zu fördern. Da sind wir beim VfB auf dem besten Wege. Unsere Trainer sind zum größten Teil lizensiert, bilden sich regelmäßig weiter und engagieren sich auch persönlich im großen Maße ehrenamtlich“, meint Riekers.
Aus Oldenburg nahmen vier Nachwuchshoffnungen am Fußball-Camp teil. Haxry Sevimli, Baris Uca, Firat Mustak und Steven Klimczak (alle VfB) nahmen aufmerksam an den Einheiten in den Bereichen Technikschulung, Torschusstraining und Koordinationsübungen teil. Dabei profitierten sie von der großen Erfahrung, die der 44-jährige Coach des Niedersachsenligisten VSK Osterholz Scharmbeck in seiner langen Karriere erworben hat. Mit Werder Bremen wurde er 1988 und 1993 Deutscher Meister und gewann einmal den DFB-Pokal (1991). Zudem war Hermann Mitglied des legendären Werderteams, das 1992 in Lissabon gegen Monaco den Europapokal der Pokalsieger holte, und stand beim WM-Titelgewinn 1990 im Kader der Deutschen Nationalelf.
In den nächsten Jahren soll die Nachwuchsförderung beim VfB intensiviert werden. „Über kurz oder lang wollen wir wieder die Präsenz schaffen, dass man als Jugendlicher wieder Lust hat, beim VfB Fußball zu spielen. Das werden wir nicht von heute auf morgen schaffen – es wird schon eine zeitlang dauern. Doch daran müssen wir alle ganz akribisch arbeiten“, verdeutlicht Jörg Rosenbohm, zweiter Vorsitzender des Niedersachsenligisten, die besondere Bedeutung, die der Jugendarbeit beim VfB in der Zukunft zukommen soll.
