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Mit Wetterglück und Defensivstärke Wie der Knights-Coup in Düsseldorf gelang

Nach einem frühen und einem ganz späten Treffer von Kicker Darrian Naujoks sowie einem finalen Abwehrakt durften die Knights jubeln.

Nach einem frühen und einem ganz späten Treffer von Kicker Darrian Naujoks sowie einem finalen Abwehrakt durften die Knights jubeln.

Imago/Meurer

Oldenburg/Düsseldorf - In einem spielerisch unschönen Duell auf einem Platz, der am Ende noch unschöner als zuvor war, haben die Oldenburg Knights für einen aus ihrer Sicht wunderwunderschönen Triumph gesorgt. In einer packenden Abwehrschlacht auf äußerst schwer bespielbarem Terrain gewann der um den Verbleib in der GFL2 kämpfende Aufsteiger (4:12 Punkte/7. Platz) 8:6 beim zuvor unbezwungenen Meisteranwärter Düsseldorf Panther (12:2/2.).

Laufspiel auf tiefem Boden: Die Oldenburg Knights (weiße Trikots) nutzten ihre Chancen und machten bei GFL2-Rivale Düsseldorf Panther das Unmögliche möglich.

AMERICAN FOOTBALL Oldenburg Knights schaffen Sensation in Düsseldorf

Bernd Teuber Jan Zur Brügge
Oldenburg

Gezittert

„Die Witterungs- und Platzverhältnisse sind uns entgegengekommen und haben den spielerischen Vorteil der Panther etwas ausgeglichen“, sagte Knights-Chefcoach Sebastian Blase mit Blick auf den GFL1-tauglichen Kader des Rivalen, der das Hinspiel in Oldenburg 47:6 gewonnen hatte und mit Hildesheim (12:0/1.) um Aufstiegsrang eins kämpft. „Das war eine richtige Zitterpartie, bei der es darauf ankam, wer am Ende weniger Fehler gemacht hat“, betonte Blase: „Und das waren wir.“

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Bernd Teuber
Oldenburg

Gepflügt

Vor dem GFL2-Duell hatte die U 19 der Panther gegen die Hamburg Huskies gespielt und bei stetigem Regen den Platz in Düsseldorf-Benrath ordentlich umgepflügt. „Das war schon ein richtiger Acker, als wir losgelegt haben, und nach dem Spiel war der Platz definitiv unbespielbar“, sagte Blase lachend. Seinem Team kam auch zugute, dass der Gegner auf den verletzten Stamm-Quarterback Ben Berges verzichten musste und vor einer Woche in Rostock erst in der Verlängerung gesiegt hatte. Die Belastung machte sich auf tiefem Boden doppelt bemerkbar. „Das war richtiger Rumpel-Football, hier wurde Football gearbeitet“, sagte Blase: „Und unser Team hat sich den Sieg erarbeitet und redlich verdient.“

Tiefer Boden, harter Kampf: Knights-Spieler Jeremi Bockler versucht, den Düsseldorfer Thomas Rockel zu stoppen. Bild: Imago/Meurer

Tiefer Boden, harter Kampf: Knights-Spieler Jeremi Bockler versucht, den Düsseldorfer Thomas Rockel zu stoppen. Bild: Imago/Meurer

Gepunktet

Gleich der erste Angriffszug der Knights hatte die ersten Punkte gebracht. Kicker Darrian Naujoks sorgte per Field Goal für ein 3:0, das lange verteidigt wurde, ehe die Führung Mitte des dritten Viertels dank eines Safety auf 5:0 wuchs. „Mir war klar, dass wir so ein starkes Team nicht komplett am Scoren hindern konnten – dass dies aber erst neun Minuten vor dem Ende geschah, zeigt schon, wie stark die Teamleistung war“, sagte Blase mit Blick auf den späten Panther-Touchdown zum 6:5.

Getroffen

20 Sekunden vor Schluss hatten sich die Ritter mit einem spektakulären Fang von Elloheim Tucker – musste offensiv aushelfen, weil Warren Bartlett (erkrankt) und Terry Hunter (Saison aus familiären Gründen beendet) kurzfristig ausfielen – bis auf ein Yard an die Endzone herangekämpft. Die Chance ließ sich Naujoks nicht entgehen und sorgte mit seinem zweiten Field Goal für das 8:6, das die Ritter-Abwehr in den letzten Sekunden zementierte. „Was die Defense geleistet hat, war einfach der Wahnsinn“, sagte der Kicker.

Matchwinner: Kicker Darrian Naujoks (links, hier in einem Spiel der Saison 2022) schoss die Knights in Düsseldorf zum Sieg. Bild: Imago

Matchwinner: Kicker Darrian Naujoks (links, hier in einem Spiel der Saison 2022) schoss die Knights in Düsseldorf zum Sieg. Bild: Imago

Gewachsen

Er habe seiner Mannschaft vor dem Duell „gesagt, dass uns langsam die Spiele ausgehen, um kleine Schritte zu machen“, verriet Blase, dessen Mannschaft nun bei noch zwei eigenen Spielen vor Mitaufsteiger Münster (2:12/8.) auf dem vorletzten Rang und nach Pluspunkten gleichauf mit Lübeck (4:8/5.) und Solingen (4:10/6.) liegt. Zwei Teams steigen ab. Weiter geht’s am nächsten Samstag (16 Uhr, Marschwegstadion) gegen die Rostock Griffins (8:4/3.). „Es wird Zeit, erwachsen zu werden“, sagte Blase: „Und heute hat das Team einen großen Schritt gemacht.“

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