Oldenburg - In einem intensiven Topspiel setzten sich die Oldenburger nicht unverdient gegen starke Gäste aus Wilhelmshaven durch. Es war aber nicht nur ein intensives, sondern auch ein etwas kurioses Spiel. Wer den Platz am Hellmskamp kennt, der weiß, dass die Linien immer etwas schwierig zu sehen sind und eigentlich erst bei Sonnenschein zur Geltung kommen.
„So musste ich dann noch vor dem Spiel erneut kreiden, was ich aber auch gerne für die drei Punkte mache“, musste SVE-Coach Andreas Bartels etwas schmunzelnd erwähnen. Seine Mannschaft schmunzelte während des Spiels nicht, sondern fokussierte sich nur auf das Spiel und legte los wie die Feuerwehr.
In der 10.Minute gingen die Gastgeber durch Johannes Diezel in Führung, nachdem Hendrik Wiemken den Ball eroberte und Tim Winzeck auf Diezel durchsteckte. Nur vier Minuten später erhöhte Tjark Windhorst nach Vorarbeit von Theodore Detmers auf 2:0 (14.). Auch das 3:0 aus dem Gewühl heraus in der 17.Minute erzielte Windhorst.
Es konnte aber keine Rede davon sein, dass die Partie schon entschieden war. In der 32.Minute sah Eintracht-Schlussmann Paul Nagel die rote Karte, nachdem er als letzter Mann ein Foul außerhalb des Sechzehners begangen hat, „ein fragwürdiger Platzverweis“, wie es SVE-Coach Andreas Bartels nennt. „Es waren noch zwei Verteidiger neben Paul, aber wir mussten es ja so hinnehmen“.
Noch vor der Pause erzielte Julian Mülder das 3:1 für die Gäste, im zweiten Versuch eines Elfmeters. Keno Krebs brachte mit dem Anschlusstreffer zum 3:2 weitere Spannung ins Spiel, die von den Gastgebern noch unterstützt wurde. Kapitän Hendrik Wiemken sah die Ampelkarte und somit musste der SV Eintracht 25 Minuten in doppelter Unterzahl agieren.
„Ich bin richtig stolz auf die Jungs, über die kämpferische Leistung. Wir standen tiefer, haben defensiv viel geackert und somit auch kaum noch zwingende Torchancen zugelassen“, sagt Andreas Bartels. Das war ein richtig intensives Kampfspiel, an deren Ende sich unsere Jungs den Sieg erarbeitet haben“.
Florian Eilts (WSC Frisia II): „Wir haben die erste Viertelstunde verpennt, kamen nach dem Platzverweis aber besser ins Spiel. Eintracht hat schon verdient gewonnen, weil wir es nicht geschafft haben, die Überzahl für uns zu nutzen und das Spiel in unsere Bahnen zu lenken“.
