Oldenburg - Der SV Eintracht ist zurück an der Tabellenspitze. Durch ein torreiches 4:4-Remis gegen den 1.FC Nordenham konnte man die Ohmsteder wieder vom Thron stoßen, doch beide Mannschaften stehen punkt- und torgleich an der Tabellenspitze, der SV Eintracht hat mit 38 Toren aber sieben Tore mehr geschossen als die Ohmsteder. Bereits in der fünften Spielminute erzielte Benjamin Woltering die Eintracht-Führung, die aber sechs Minuten durch Jan-Luca Hedemann wieder ausgeglichen wurde.
Nur eine Minute später sorgte Johannes Diezel für die erneute Führung der Oldenburger und in der 14.Minute gelang Alexander Weyhe das Tor zum 3:1. Eine Minute vor der Pause erzielte Jannik Weers den Anschlusstreffer und hielt die Partie auf Spannung.
Zehn Minuten nach Wiederanpfiff brachte Jan David den Ball zum 4:2 über die Linie, doch Nordenham war immer noch nicht geschlagen. Ein Freistoß landete, über Umwege, zum 4:3 im Netz des Eintracht-Gehäuses (70.). Den Schlusspunkt setzten die Gäste in der 90.Minute per Elfmeter durch Niklas Weers. Am Ende gab es aufgrund einer Tätlichkeit noch einen Platzverweis gegen die Gäste.
Auch wenn es zur Tabellenführung reichte, Eintracht-Coach Andreas Bartels war nach dem Spiel angefressen. „Nordenham hat den Punkt nicht gewonnen, wir haben zwei Punkte liegengelassen. Wir dürfen so ein Spiel einfach nicht mehr hergeben“, sagt Bartels.
Eintracht war die spielbestimmende Mannschaft, hat sich gute Chancen erarbeitet, „diese aber wieder nicht genutzt. Wir haben 3:1 und 4:2 geführt, kassieren dann noch den Ausgleich, obwohl Nordenham nur wenige Chancen hatte“, fügt Bartels an, der eine intensive Trainingswoche ankündigt. „Das Spiel heute hat gezeigt, dass die Mannschaft noch nicht auf dem Stand der letzten Saison ist und wir haben jetzt mit Wiefelstede und WSC Frisia II zwei schwere Brocken vor der Brust“.
Für FCN-Trainer Mario Heinecke war es indes ein gelungener Sonntag. „Es war ein schwer erkämpfter Punkt, der aber gezeigt hat, dass die Moral in der Mannschaft richtig groß ist. Nach dem 2:4-Rückstand noch das 4:4 zu erzwingen ist schon klasse. Jeder hat für Jeden geackert und sich in den Dienst der Mannschaft gestellt“, sagt Mario Heinecke, der den Platzverweis am Ende des Spiels nicht wirklich nachvollziehen konnte.
