Oldenburg-Land/Delmenhorst - Drei Spiele fanden am Freitagabend in der Fußball-Kreisliga IV statt. Christian Nordbruch schoss den FC Hude II zum Sieg im Kellerduell gegen den KSV Hicretspor und Mattis Asche sorgte mit einem Doppelpack für den Sieg seines TSV Großenkneten gegen Ganderkesee. Der TV Jahn gewann indes unspektakulär beim VfL Wildeshausen II.
VfL Wildeshausen II - TV Jahn Delmenhorst 0:2 (0:2)
„Ich habe meine Mannschaft klar auf Augenhöhe gesehen. Mindestens ein Unentschieden wäre möglich gewesen“, meinte Wildeshausens Trainer „Fidi“ Willms. Die Partie begann für Wildeshausen unglücklich, da die Gästeführung aus der dritten Minute zu verhindern gewesen wäre. Eine Bogenlampe unterschätzte VfL-Torhüter Maik Backhus und musste hinter sich greifen. Im weiteren Verlauf war das Spiel ausgeglichen, ehe die Platzherren nach und nach das Spiel in die Hand nahm. Doch der krönende Abschluss fehlte einfach. „Von den Gästen war ich etwas enttäuscht. Sie haben sehr viel mit langen Bällen agiert“, noch einmal VfL-Coach Willms. Trotzdem gelang ihnen der zweite Treffer. In der Folge griffen die Platzherren früh an und versuchten alles, um eine Ergebniskorrektur noch vor der Pause zu erreichen. Diesen Schwung ließen sie allerdings im zweiten Abschnitt vermissen, und wurden in der Folge kaum noch gefährlich. Gegen Ende der Begegnung machten die Krandelstädter immer mehr auf, was den Tabellendritten zu weiteren Kontern einlud. Doch da auch sie aus diesen Kontern kein Kapital schlagen konnten, blieb es bei dem Ergebnis, welches den Delmenhorstern drei Punkte einbrachte. Für TV Jahn-Coach Arend Arends war es ein Sieg mit einem bitteren Ende und das nicht nur, weil Kevin Kalinowski sich nach einem Foul gegen ihn vom Platz meckerte und somit gegen Ahlhorn fehlen wird. „Der Sieg geht in Ordnung, es war für uns ein Spiel, praktisch ohne Gefahr. Es war ein ausgeglichenes Spiel, bei dem man aber nicht das Gefühl hatte, das wir ein Gegentore fangen würden“. Die größte Wildeshauser Chance vereitelte Prieb mit einer Rettungstat auf der Linie. „Wir haben weitere gute Chancen nicht genutzt, wie schon im Pokal“, fügt Arends an. „Neben Kalinowski werden auch Lennart Eberhardt mit einem Außenbandriss (ist in einem Loch auf dem Platz hängen geblieben), Mattheo Elsen und Aaron Dixon verletzungsbedingt ausfallen. „Im Moment kommt es für uns schon knüppeldick, aber wir werden natürlich versuchen,d as Beste aus der Situation zu machen“, so Arend Arends. Tore: 0:1 Artjom Prieb (01.), 0:2 Marcel Maus (38.)
FC Hude II - KSV Hicretspor Delmenhorst 1:0 (0:0)
„Wir haben heute drei glückliche, aber auch wichtige Punkte gewonnen“, freute sich Hudes Trainer Jesko Lampe nach diesem Erfolg. Das war von beiden Seiten her eine sehr schwache Begegnung. Beide Mannschaften hatten im Vorfeld mit Ausfällen zu kämpfen und waren nicht in der Lage, ein vernünftiges Kombinationsspiel aufzuziehen. So gab es insgesamt auch nur wenige Tormöglichkeiten, da jegliche Annäherungsversuche schon im Keim erstickt wurden. Dass die Begegnung am Ende doch noch einen Sieger hervorbrachte, verdankte Hudes Trainer Lampe seinem Torjäger Christian Nordbruch, der eine Vorlage von Mark-Rowell Kampa nur noch ins Tor bugsieren musste. Einem seiner Spieler wollte Lampe doch noch ein Kompliment für seine gute Leistung machen. Marius Meyer, der erst kurzfristig in die Mannschaft kam, da Hendrik Nordbruch absagen musste, hätte seine Sache sehr gut gemacht. Die Platzherren haben sich durch diesen Erfolg auf den drittletzten Platz vorgearbeitet. Tor: 1:0 Christian Nordbruch (80.).
TSV Großenkneten - TSV Ganderkesee 4:2 (0:1)
Nur gut eine Viertelstunde fehlte den Gästen, um für eine kleine Überraschung zu sorgen, da sie lange Zeit beim Topfavoriten in Führung lagen, aber erst in der Schlussphase die entscheidenden Gegentreffer zu dieser Niederlage kassierten. „Wir können mit erhobenen Hauptes vom Platz gehen. Trotz des Ausfalls von sechs Stammspielern hat mein Team alles gegeben“, berichtete Gästetrainer Timo Obal. In diesem Punkt hatte er auf Grund des Einsatzwillens seines Teams sicherlich recht. Andererseits musste er neidlos die schon überdeutlichen spielerischen Vorteile des Tabellenzweiten anerkennen. Das Team von Trainer Kai Pankow kam nur schleppend ins Spiel und konnte sich zunächst keine Tormöglichkeiten erarbeiten. Entweder waren die letzten Pässe zu ungenau, oder nach langen Bällen über die Außenpositionen wurden diese schlecht verarbeitet. Die Gäste lauerten auf Konter, die zwar selten, aber doch gefährlich vorgetragen wurden. Besonders wenn Dennis Hasselberg ins Laufen kam, musste die TSV-Abwehr aufpassen. Nach einer Drangphase der Platzherren fiel die Gästeführung quasi aus dem Nichts, als nach einem Missverständnis zwischen Torhüter und Abwehr Hasselberg nur noch einschieben musste. Kurz vor der Halbzeitpause tropfte eine Flanke von Frederic Pannemann auf die Torlatte, die den möglichen Ausgleich verhinderte. Im zweiten Abschnitt drängten die Platzherren vehement auf den Ausgleich, der aber trotz einiger Möglichkeiten zunächst nicht fiel. Erst nach einer Stunde staubte Lukas Dalichau nach einem Freistoß zum Ausgleich ab. Die weiteren Bemühungen der Einheimischen wurde jäh durch den zweiten Treffer von Hasselberg unterbrochen, der mit einem Schlenzer zur erneuten Führung traf. In den letzten Minuten wurde die spielerische Überlegenheit der Großenkneter zunehmend deutlich und sorgte für die Entscheidung. Zunächst traf Yannick Bauer per Kopf, ehe Torjäger Mattis Asche, der erst kurz vor der Pause eingewechselt wurde, in unnachahmlicher Art mit zwei Treffern für einen Erfolg des Favoriten sorgte. Tore: 0:1 Dennis Hasselberg (20.), 1:1 Lukas Dalichau (60.), 1:2 Hasselberg (66.), 2:2 Yannick Bauer (73.), 3:2/4:2 Mattis Asche (83., 85.).
