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Leichtathletik-Dm In Leinefelde-Worbis Kuhlen gondelt überlegt nach Venedig


Andreas Kuhlen (LG Braunschweig) siegte bei der DM (AK 35) im 800-Meter-Finale vor Manuel Böringer (LG Kindelsberg Kreuztal, rechts) und Robin Bürkle (TSG Heilbronn)..
Birte Schulz

Andreas Kuhlen (LG Braunschweig) siegte bei der DM (AK 35) im 800-Meter-Finale vor Manuel Böringer (LG Kindelsberg Kreuztal, rechts) und Robin Bürkle (TSG Heilbronn)..

Birte Schulz

Oldenburg/Leinefelde-Worbis - Während die Leichtathletik-Routiniers vom Bürgerfelder TB mit zwei Bronzemedaillen-Gewinnern von den Deutschen Meisterschaften der Senioren zurückgekehrt sind, sorgte Andreas Kuhlen für zwei Triumphe. Der Trainer der Laufsportfreunde Oldenburg verteidigte beim Kräftemessen im thüringischen Leinefelde-Worbis erfolgreich seine Titel in der M-35-Klasse über 800 und 1500 Meter.

Taktik statt schnelle Zeit

„Mein Blick ist auf die Europameisterschaft in Venedig gerichtet“, sagte der für die LG Braunschweig startende Garreler, der daher diesmal auf die 5000 Meter verzichtet hatte. Mit seinem Sieg über diese Distanz hatte er 2018 bei der DM in Mönchengladbach sogar ein Triple geholt.

„Diesmal habe ich auf die 5000 Meter verzichtet, denn arbeitsbedingt fehlen mir die notwendigen Trainingskilometer“, erklärte der 35-Jährige, der durch seine Meistertitel für Venedig qualifiziert ist. Was er in der italienischen Lagunenstadt angeht, ist noch nicht entschieden. Dort warten mit Vorlauf, Halbfinale und – hoffentlich dem Finale – drei sicher harte Läufe.

In Leinefelde-Worbis standen zunächst die 800 Meter auf dem Plan. „Ich selbst hatte mir eine Zeit von 1:56 zugetraut und wartete ab“, erläuterte Kuhlen, der aus vielen Finalrennen wusste, dass eher die Taktik als schnelle Zeiten derartige Finals prägen. Im Spurt setzte er sich in 1:59,18 Minuten vor Robin Bürkle (Heilbronn, 1:59,69) und Manuel Böringer (Kreuztal, 2:00,54) durch.

Tags darauf hatte Kuhlen auch über 1500 Meter am Ende mehr Reserven und gewann in 4:09,33 Minuten vor Hauptkonkurrent Christian Wiese (4:10,77, Hannover Athletics). „Mein Ziel habe ich erreicht, aber ich glaube, eine Zeit von glatten vier Minuten wäre drin gewesen“, sagte Kuhlen. Finals werden aber eben meist anders gewonnen.

Bronze für Hiller und Jung

Der Bürgerfelder TB war mit sechs Senioren bei der DM vertreten. „Wir haben in Göttingen geschlafen und sind zu den Wettkämpfen gependelt“, erklärte Bernd Teuber (Jahrgang 1965), der in der 4 x 100-Meter-Staffel zum Einsatz kam. Mit Pierre Wirth, Stefan Gimmy (beide ebenfalls 1965) und Thomas Hölzel (1969) belegte er in der M-50-Klasse Platz fünf.

Im Einzel verlief die DM für Wirth unglücklich. Er verpasste mit 13,03 Sekunden das 100-Meter-Finale um 15 Hundertstelsekunden und brachte im Weitsprung keinen gültigen Versuch zustande. Gimmy fehlten als Fünftplatziertem mit 5,26 Metern 31 Zentimeter zu Bronze. Die 100 Meter lief er in 13,24 Sekunden. Ebenfalls Rang fünf erreichte Hölzel über 400 Meter Hürden in 69,50 Sekunden.

Für eine von zwei BTB-Medaillen sorgte Jan Hiller (1973). Im M-45-Hochsprung überquerte er die 1,66 Meter wie Ludwig Döring (SV Sömmerda) im dritten Anlauf. Der Thüringer hatte sich bei 1,60 Metern aber einen Fehlversuch geleistet, während der Oldenburger zuvor 1,55 und 1,63 Meter auf Anhieb geschafft hatte. Gold ging an den Baden-Württemberger Manuel Arnegger (1,72, LC Breisgau) vor Lars Hauk (1,69, DJK Schwarzenau) aus Bayern.

Das zweite BTB-Bronze holte Wolfgang Jung (1949). Über 200 Meter gewann der M-70-Mann ein enges Duell um Platz drei in 30,48 Sekunden vor dem Bayer Roland Wolf (30,53, 1. FC Schweinfurt) und dem Hessen Heinz Wondra (30,54, LG Biebesheim/Eschollbrücken). Im 100-Meter-Finale am ersten DM-Tag hatte Wolf (14,50) dem viertplatzierten BTBer (14,70) noch Rang drei weggeschnappt. Zudem wurde Jung 400-Meter-Sechster (74,38).

Kuhlen im Höhentraining

Für Kuhlen geht derweil die präzise EM-Vorbereitung weiter, um für Venedig (5. bis 15. September) bestens präpariert zu sein. Da passt die beruflich bedingte Laufreise nach Kitzbühel, wo Kuhlen einige Einheiten Höhentraining auf etwa 1800 Metern absolvieren kann. Ein, zwei Läufe im August in Bergisch-Gladbach oder der Konkurrenz wegen in den Niederlanden oder Belgien sollen folgen.

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