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Nach Abschied von Rasid Mahalbasic Oldenburgs Center hinterlässt große Lücke

Oldenburg - Einen wie Rasid Mahalbasic wird es in der Basketball-Bundesliga nicht allzu schnell wieder geben. Die EWE Baskets Oldenburg verlieren durch seinen Abgang nicht nur einen Charakterkopf, sondern auch einen Spieler, der die Rolle des Centers wie kaum ein anderer ausgefüllt und interpretiert hat.

Die Gegenwart

Der Österreicher, der Oldenburg nach vier Jahren verlässt und bei der AS Monaco in der französischen Liga eine neue Herausforderung sucht, ist ein klassischer Center, wie er im Lehrbuch steht. Groß (2,10 Meter), schwer (120 Kilogramm), brandgefährlich in Korbnähe und mit einem guten Auge für seine Mitspieler. Kein Wunder also, dass der 30-Jährige in den vergangenen vier Spielzeiten immer wieder ein heißer Kandidat auf den Titel „wertvollster Spieler der Saison“ war. Dazu verdiente sich der österreichische Nationalspieler den Spitznamen „Mr. Triple Double“. Mit fünf Triple Doubles (zweistellige Werte in drei Statistik-Kategorien) stellte er in seiner Zeit bei den Baskets einen Bundesliga-Rekord auf. Mahalbasic zählt(e) ohne Frage zu den besten Big Men (Spieler auf den großen Positionen) in Deutschland.

Die Vergangenheit

Doch das ist seit Donnerstag Vergangenheit. „Es war keine einfache Entscheidung für mich. Schweren Herzens habe ich beschlossen, ein neues Kapitel in meiner Laufbahn aufzuschlagen“, sagte Mahalbasic. Bei den Monegassen könnte er bereits an diesem Samstag sein Debüt feiern. Denn während die Saison für die Baskets beendet ist, läuft die Spielzeit in Frankreichs Beletage noch.

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Der sympathische Österreicher reiht sich bei den Baskets indes in einen illustren Kreis von starken Centern ein. Von 2011 bis 2015 bekleidete Adam Chubb erfolgreich diese Position unter dem Korb. Auf Chubb folgte Brian Qvale, der ebenfalls stark in Oldenburg auftrumpfte. 2017 übernahm dann Mahalbasic. Alle drei waren und sind sich in ihrer Spielweise und Statur ähnlich.

Die Zukunft

Doch die Art und Weise, wie sie diese Position des Centers interpretiert haben, stirbt im Oberhaus langsam aus. Einzig John Bryant von den Gießen 46ers verkörpert diese Spielweise aktuell noch. Der Trend in der Liga geht schon seit Jahren zu kleineren und schnelleren Spielern – dem sogenannten Small Ball. Den jeder Zentimer kostet im wahrsten Sinne des Wortes Geld – und die Etats der Clubs sind in der Corona-Pandemie nicht gerade gewachsen. In Martin Breunig steht nur noch ein nomineller Center aus der engeren Rotation im Baskets-Kader. Der 29-Jährige ist 2,03 Meter groß, wiegt 103 kg und ist athletisch. Somit verkörpert Breunig den neuen Center-Stil. Doch die Baskets werden auf der Position nachrüsten müssen. „Es spricht auch für unseren Club, dass Rasid sich vier Jahre optimal bei uns entwickeln konnte und jetzt bereit für den Schritt zu einem europäischen Spitzenclub ist. Uns bietet sich die Gelegenheit, die Neuausrichtung des Kaders voranzutreiben“, sagte Srdjan Klaric, Sportlicher Leiter der Oldenburger. Die ist auch nötig.

Denn: Nur Breunig, Sebastian Herrera, Kapitän Rickey Paulding und Zugang Michal Michalak (MBC Weißenfels) haben noch gültige Arbeitspapiere. Philipp Schwethelm hat seine aktive Karriere beendet. Nathan Boothe (27), Braydon Hobbs (32), Phil Pressey (30), Keith Hornsby (29), Karsten Tadda (32) und der nachverpflichteten Tomislav Gabric (25) könnten gehen. Verbleib: mehr als ungewiss.

Niklas Benter
Niklas Benter Sportredaktion
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