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Nach Niederlage gegen Ulm Baskets-Patzer sorgt für Kribbel-Faktor

Oldenburg - Die Bundesliga-Konkurrenz hat am Samstagabend sicherlich ganz genau hingeschaut. So wie RP Ulm die EWE Baskets Oldenburg bearbeitet und beackert hatte, lässt sich die beste Offensive der Liga stoppen.

Bei der 75:93 (41:41)-Niederlage der Oldenburger Basketballer wurde nämlich erneut deutlich: Spielt der Gegner eine aggressive und körperbetonte Verteidigung, dann wird es für die Truppe von Baskets-Trainer Mladen Drijencic unheimlich schwer ins Laufen zu kommen. Dazu haben die Baskets den dritten Tabellenplatz vorerst aus den Augen verloren. Somit wird es im Kampf um Rang vier und somit das Heimrecht in den Playoffs nun noch einmal kribbelig.

Oldenburgs Rhythmus

Nach einem guten Start verloren die Oldenburger mit zunehmender Spielzeit allmählich die Kontrolle über die Partie. Zumal die Baskets offensiv nie so wirklich zu ihrem Rhythmus fanden. Zwar gestalteten die Baskets die Begegnung durch Einzelaktionen von Topscorer Keith Hornsby (23 Punkte), Rickey Paulding (12) und Rasid Mahalbasic (10) bis ins Schlussviertel offen, aber Oldenburg gelang es nicht, sich entscheidend abzusetzen.

Das Ziel der Gäste sei es gewesen, „mit der Defensive“ Oldenburg zu stoppen, sagte Ulms Coach Jaka Lakovic – das gelang den Schwaben. „Ulm ist uns unter die Haut gegangen“, beschrieb Drijencic die Spielweise der Baden-Württemberger: „Unsere Marschroute war ausgerichtet auf ein Level mit viel Physis und Energie. Das haben wir heute selten geschafft. Wir haben die Kontrolle über unsere Offensive verloren und somit die Struktur.“

Oldenburgs Offensive

Oldenburg bietet in dieser Saison die beste Offensive der Liga auf. Doch gegen Ulm kam diese kaum zum Tragen. Die Gäste setzten die Baskets stets unter Druck, stellten den Weg zum Korb konsequent zu und waren immer eng an den Oldenburger Spielern. So stockte die Ballbewegung und auch der Zug zum Korb gelang nur selten. Am Ende standen so 15 Ballverluste bei nur 14 Assists zu Buche (Ulm zwölf Ballverluste und 16 Assists). Dazu nahmen die Schwaben dem Drijencic-Team ihre stärkste Waffe in dieser Saison weg: den Dreier. Die Baskets trafen nur acht ihrer 28 Würfe aus der Distanz (28,6 Prozent), Ulm hingegen versenkte acht von 17 Versuchen (47,1 Prozent). Da reichten auch die 59,3 Prozent aus der Nah- und Mitteldistanz nicht aus, um Ulm (61,9 Prozent) entscheidend weh zu tun.

Oldenburg Defensive

In den letzten sechs Minuten brach dann auch noch die Oldenburger Defensive beim Stand von 67:67 zusammen. Die Gäste zogen mit einem 17:3-Lauf innerhalb von viereinhalb Minuten uneinholbar auf 84:70 davon. „Wir müssen mehr physisch sein und präsenter in der Verteidigung. Jeder muss in der Defensive Verantwortung übernehmen und seine Rolle spielen“, richtete der Coach nach dem Spiel sein Wort an die Mannschaft.

Oldenburgs Fahrplan

Eine Woche haben die Baskets nun Zeit, die Niederlage aufzuarbeiten. Die Begegnung gegen die BG Göttingen an diesem Donnerstag fällt aufgrund von Corona-Fällen und einer Mannschaftsquarantäne der Südniedersachsen aus. Es ist das erste Bundesligaspiel, dass die Oldenburger in dieser Spielzeit coronabedingt nicht bestreiten können. Wann die Partie nachgeholt wird, ist offen. Die Baskets treffen somit erst an diesem Sonntag (15 Uhr) auf die Frankfurt Skyliners. Anschließend folgen die Partien gegen die Merlins Crailsheim (Mittwoch, 5. Mai) und den MBC Weißenfels (Sonntag, 9. Mai). Vor allem die Crailsheimer (Platz 5) hängen den Baskets nach der Niederlage weiter im Nacken.

Niklas Benter
Niklas Benter Sportredaktion
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