OLDENBURG - Wir haben mit Kickers Emden noch eine kleine Rechnung offen! Überaus selbstbewusst erwartet Alexander Eckel mit dem VfB Oldenburg im Zweitrundenspiel des NFV-Pokals an diesem Dienstag (18.15 Uhr/Marschwegstadion) den klassenhöheren Regionalligisten Kickers Emden. In der Vorbereitung haben sie uns physisch vorgeführt, erinnert der Mittelfeldspieler an das überraschend deutliche 0:5 während des Test-Turniers um den Nordwest-Cup.
Vor fünf Wochen in Pewsum stand allerdings eine völlig andere VfB-Mannschaft auf dem Platz. Trainer Joe Zinnbauer hatte zwei Testspieler aufgeboten, die in der Vierer-Abwehrkette völlig überfordert waren. Das wird diesmal eine ganz andere Nummer, meint Eckel.
Die favorisierten Gäste reisen mit einer gehörigen Portion Respekt an nicht nur, weil sie schon im vergangenen Jahr ihr Pokalspiel in Oldenburg mit 0:3 verloren haben. Der VfB spielt sehr erfrischenden Offensivfußball, stellt Kickers-Trainer Stefan Emmerling fest, der die Zinnbauer-Elf vergangenen Sonntag beim beeindruckenden 2:1 im Oberliga-Heimspiel gegen den Titelaspiranten FC Oberneuland beobachtete. Vor allem fiel ihm das dynamische Angriffsduo Sebastian Ghasemi-Nobakht gegen Oberneuland Doppeltorschütze und Erkan Kilicaslan auf. Sie sind schnell über die Außen und spielen aggressiv, lobt Emmerling.
Nun setzt der VfB zum nächsten Paukenschlag an, auch wenn Zinnbauer versucht, die hohen Erwartungen herunterzuschrauben: Die Euphorie ist schon wieder brutal. Aber wir sind noch lange nicht dort, wo wir hin wollen. Der Sieger der Partie steht im Achtelfinale und muss am 12. September (19 Uhr) beim Oberligisten Eintracht Nordhorn antreten.
Während Zinnbauer wohl auf die Erfolgs-Elf vom Wochenende zurückgreift, schließt sein Gegenüber Emmerling personelle Veränderungen nicht aus. Vor allem in der Hintermannschaft muss der Emder Coach umstellen. Thorsten Neerbauer zog sich beim jüngsten 1:0-Sieg in Essen eine Platzwunde am Kopf zu und fällt ebenso aus wie der ehemalige Bielefelder Bundesliga-Profi Bernd Rauw. Zudem wird Emmerling wohl Jasmin Spahic auf der Bank lassen. Zwar ist der 27-Jährige trotz seiner Roten Karte, die er in Essen gesehen hatte, im Pokal spielberechtigt. Emmerling wird aber gegen den VfB die Elf aufbieten, die auch am Sonnabend (14 Uhr/Embdena-Stadion) gegen Wuppertal auflaufen wird.
