OLDENBURG - Jubelposen bei Treffern, Tränen bei Eigentoren, schöne Spielzüge und packende Achtmeterkrimis: Auch wenn die neun- bis elfjährigen E-Jugendfußballer noch am Anfang ihrer Karriere stehen – Unterhaltung, Spannung und Emotionen gab es am vergangenen Sonntag beim Familienfest-Cup wie bei den „Großen“. Doch bis der VfB nach einem furiosen Finale den Pokal in den Händen halten konnte, war es ein langer Weg.
Zehn Mannschaften aus Oldenburg und Umgebung traten an, um zu gewinnen. Favorit war der frisch gebackene Kreisliga-Meister VfB Oldenburg. Klar war aber auch, dass die anderen Teams dem VfB nicht kampflos das Feld überlassen würden. So machte Fynn Stubbemann von Bümmerstede deutlich, „dass auch wir den Turniersieg holen wollen“.
Zunächst mussten alle Spieler Kondition beweisen. Auf vier Feldern parallelwurde gespielt, so dass einige Teams alle Vorrundenspiele hintereinander zu bestreiten hatten.
Ohne Punktverlust konnten sich Bümmerstede und der VfB durchsetzen, aber auch der TSV Großenkneten und TV Metjendorf überzeugten die zahlreichen Zuschauer. Im Halbfinale kämpften beide Teams wacker, konnten gegen die Favoriten aber nicht gewinnen. Metjendorf sicherte sich mit einem 1:0 den dritten Platz. „Ein wenig enttäuscht“ waren die Jungs von Großenkneten schon, aber Marvin Grotelüschen-Diers fand, „dass wir trotzdem zufrieden sein können. Die anderen waren halt ein wenig besser.“
Auch wenn im Mittelpunkt des Interesses die Finalspiele standen, brauchten sich die anderen Teams nicht zu verstecken. In den Platzierungsspielen ging es mindestens genauso spannend und torreich zu wie im Endspiel zwischen Bümmerstede und dem VfB. „Wir sind das einzige Team, das Oldenburg in der Liga schlagen konnte“, sagte der Bümmersteder Steve Köster stolz. Mit „voller Power in der Offensive und einer sicheren Abwehr“ wollte der VfB diesmal dagegen halten, wie Spieler Mike Fierdag verriet. Nachdem sich beide Teams im Mannschaftskreis noch einmal angefeuert hatten, war es aber die Bümmersteder Mannschaft, die Druck ausübte und zweimal in Führung ging. Doch der VfB konnte beide Male ausgleichen und hatte dann im Achtmeterschießen das Glück auf seiner Seite. Die Jubelgesänge und Freudentänze die Mannschaft kannten keine Grenzen. Die Unterlegenen bekamen aufmunternde Worte und versprachen, dieses Wochenende beim Pokalfinale den Spieß umzudrehen.
Als Belohnung für ihre Leistung erhielten am Ende alle Teilnehmer einen kleinen Pokal.
