Oldenburg - Ich gebe es zu, ich befinde mich in einem inneren Zwiespalt. Zum einen findet es mein Sportlerherz natürlich super, nach dieser langen Zeit endlich mal wieder ein Live-Event womöglich sogar vor der eigenen Haustür zu haben – auch wenn noch unklar ist, ob Journalisten dann überhaupt in die Arena dürfen. Andererseits stellt sich mein Kopf die Frage, was das wohl für ein Aufwand für die Baskets und die Stadt Oldenburg sein wird, wenn das geplante Turnier Mitte Juni wirklich stattfindet.

Denn nüchtern betrachtet bedeutet es, dass neun auswärtige Mannschaften plus Oldenburg samt Spielern, Trainern und Betreuern in und um Oldenburg versammelt werden, um an einem zentralen Ort drei Wochen lang um die deutsche Basketball-Meisterschaft zu spielen. Im Fußball wird kontrovers diskutiert, ob eine Fortsetzung in diese schwierige Zeit passt und aufgrund der vielen Corona-Tests, die dann benötigt würden, sinnvoll ist. Diese Diskussion muss sich nun auch der Basketball gefallen lassen.

Allerdings – und da lodert wieder mein Sportlerherz auf – sehnt man sich in dieser Zeit nach Abwechslung und aktuellem Sport – so schön die Schmankerl aus der Vergangenheit im TV auch sind.

Dazu kommt die Tatsache, dass die Hoteliers in und um Oldenburg, die in dieser Zeit die Mannschaften aufnehmen dürfen, drei Wochen oder mehr endlich wieder Gäste beherbergen können. Und das tut – wenn auch nur im Kleinen – der heimischen Wirtschaft wiederum gut.

Niklas Benter
Niklas Benter Sportredaktion