Oldenburg - Pflichtaufgabe erfüllt: Die EWE Baskets Oldenburg haben dank einer starken Offensiv-Leistung den zweiten Sieg im dritten Spiel unter Trainer Ingo Freyer eingefahren. Insgesamt feierte der Basketball-Bundesligist beim 110:103 (61:50) bei den Frankfurt Skyliners (Platz 15) seinen vierten Sieg in dieser Spielzeit. Es war zudem der erste Auswärtserfolg der Baskets.
61 Punkte zur Halbzeit
Bei den offensivstarken Gästen war Max Heidegger mit 27 Punkten bester Werfer. Dazu verteilte der Guard elf Assists und schaffte damit ein Double Double (zweistellige Werte in zwei Statistik-Kategorien). An diesem Sonntag (15 Uhr, große Arena) empfängt der noch immer Tabellenletzte aus Oldenburg den MBC Weißenfels (13) – erneut ein wichtiges Spiel im Abstiegskampf.
Oldenburg war von Beginn an sehr aktiv und führte nach zweieinhalb Minuten mit 8.3. Die Frankfurter ließen sich im ersten Viertel zunächst nicht abschütteln, aber die Baskets blieben ruhig und spielten ihren offensiven Stiefel runter. Im Vergleich zur Niederlage bei RP Ulm fielen die Würfe von draußen. Die Gäste gingen mit einer 31:25-Führung in den zweiten Abschnitt.
Oldenburg kontrollierte zwar weiterhin die Partie, aber die Gastgeber blieben in Schlagdistanz – defensiv packten die Oldenburger nicht konsequent genug zu. Da es in der Offensive des Freyer-Teams jedoch weiter rund lief, blieben die Baskets in Front (43:35/14. Minute). Gegen Ende des zweiten Viertels bauten die Oldenburger ihren Vorsprung aus (51:40/17.). Da die Baskets in der Verteidigung allerdings viele Lücken offenbarten, blieben die Skyliners im Spiel und kamen sogar wieder etwas heran. Bis zur Halbzeit zogen die Schützlinge von Freyer dank eines weiteren Dreiers von Phil Pressey wieder auf elf Punkte davon (61:50). Pressey wie auch Guard-Kollege Heidegger glänzten in den ersten 20 Minuten. Zusammen erzielten die beiden Aufbauspieler in der ersten Halbzeit starke 27 Punkte und verteilten elf Assists.
Mehr Defensive
„Beide Mannschaften haben eine hohe Trefferquote. Für den Zuschauer ist das ein schönes Spiel“, lautete das Zwischenfazit von Oldenburgs Sportlichen Leiter Srdjan Klaric in der Halbzeitpause. Das Tempo blieb auch nach dem Seitenwechsel hoch. Doch die Verteidigungsleistung gefiel Freyer noch nicht so ganz. In der nur mit 811 Zuschauern gefüllten Frankfurter Ballsporthalle (1650 Fans waren erlaubt) hörte man den Baskets-Coach lautstark rufen: „Defense.“
In der Folge agierten die Oldenburger aggressiver in der Defensive. Im Angriff blieben die Baskets weiter im Fluss. Zwischen zehn und 16 Punkten betrug der Vorsprung der Gäste im dritten Viertel. Mit einer Neun-Punkte-Führung (87:78) ging der Tabellenletzte in die letzten zehn Minuten.
Im Schlussviertel wurde es gegen Ende doch noch mal knapp. Das Tempo war nun nicht mehr so hoch wie in den vorherigen drei Abschnitten. Die Oldenburger taten sich in der Schlussphase schwer, die Gastgeber kamen bis auf fünf Punkte heran. Frankfurt stemmte sich gegen die Niederlage – doch Oldenburg rettete sich ins Ziel.
