Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Oldenburg Ist Futsal-Niedersachsenmeister Höhenflug führt VfL-Falken in erste Liga

Oldenburg - Oldenburg ist erstklassig. Nicht im Fußball, aber dafür in der dynamischen Hallen-Variante Futsal. Am Wochenende sicherten sich die Futsal-Falken des VfL Oldenburg durch einen klaren 7:0-Erfolg gegen den FSV Tostedt (Landkreis Harburg) die Niedersachsenmeisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Regionalliga Nord. Zwei Jahre nach der Gründung der VfL-Falken durch Initiator Hergen Fröhlich trifft das Team in der neuen Saison auf große Namen wie Hannover 96, den FC St. Pauli, Eintracht Braunschweig und den deutschen Rekordmeister HSV Panthers.

Die Ausgangslage

Das erste Spiel in der Dreierrunde um die Niedersachsenmeisterschaft hatte der VfL am 8. März mit 4:2 gegen den VT Rinteln (Kreis Schaumburg) gewonnen. Es folgte die Corona-Pause – und das bange Warten, wie es weitergeht. Zwischenzeitlich stand im Raum, dass der Startplatz für die Regionalliga (es gibt fünf Staffeln in ganz Deutschland) ausgelost werden soll. Nach langen Debatten bekamen die Falken ihr Entscheidungsspiel und setzten dabei gegen die chancenlosen Tostedter ihren Höhenflug fort.

Die Regionalliga Nord

Hannover 96, FC St. Pauli, Eintracht Braunschweig und HSV Panthers – jetzt warten große Namen auf das Team um Fröhlich, Trainer Raphael Dourado Goncalves und die Fußball-Oberligaspieler Nils Frenzel und Jonas Siegert. Da es coronabedingt keine Absteiger gibt, wird die Liga auf 13 Vereine aufgestockt. Sie wird von Oktober 2020 bis März 2021 ausgespielt. Meister und Vizemeister der fünf Regionalligastaffeln qualifizieren sich für die deutsche Meisterschaft. Aktueller Champion ist TSV Weilimsdorf (Stuttgart).

Die Besonderheit

Ab der Spielzeit 2021/22 soll es eine Futsal-Bundesliga unter dem Dach des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) geben. Für diese qualifizieren sich Meister und Vizemeister der Regionalliga Nord. Der Drittplatzierte spielt eine Relegationsrunde. Aus diesem Grund steht noch nicht fest, wie viele Absteiger es in der kommenden Saison geben wird. „Warum nicht eine Bundesliga mit dem VfL als Gründungsmitglied?“, setzt Fröhlich ambitionierte Ziele in dem Wissen, dass die Arbeit jetzt so richtig los geht.

Die Folgen

Bisher haben die VfL-Falken „nur“ zweimal pro Woche trainiert, den Aufwand vor dem entscheidenden Aufstiegsspiel aber deutlich erhöht. Das dürfte sich in der Regionalliga so fortsetzen. „Sponsorensuche, Aufbau einer zweiten Mannschaft, Projekte und Kooperationen mit Schulen, Ausrüstung und der Aufbau von professionellen Strukturen“, nennt Fröhlich weitere Folgen des Aufstiegs. Zudem wird es in den nächsten Wochen „Tryouts“ für den Kader der nächsten Saison geben.Um für die Zukunft gerüstet zu sein, nehmen VfL-Fußballobmann Michael Plätzer und Fröhlich aktuell an einem Weiterbildungsprogramm zum DFB-Futsal-Manager teil. „Der Aufwand wird in der nächsten Zeit ohne ehrenamtliches Engagement kaum möglich sein. Daher sind wir auf der Suche nach helfenden Händen“, rührt der Gründer noch ein wenig die Werbetrommel. „Wir freuen uns über jeden, der die Reise mit uns antreten will“, sagt Fröhlich. Vorerst führt diese nach Hamburg, Hannover und Braunschweig – so einen Höhenflug hätte wohl kaum ein Falke vor zwei Jahren erahnen können.

Die Aufstiegsstimme

Hergen Fröhlich: „Man kann sagen, dass der Sieg, die Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg eine Riesen-Bestätigung für den Aufwand der letzten zwei Jahre ist. Was mich besonders freut und stolz macht ist, dass die sechs Kumpels, die sich Anfang April 2018 zu einem ersten Kicken in der Halle getroffen haben, in Tostedt noch alle aktiv mitgewirkt haben. Da hat sich ein geiler Haufen gefunden, der sich in der Regionalliga nun richtig belohnen kann mit Duellen auf höchstem Niveau.“

Der Aufstiegskader

VfL-Futsalfalken: Daniel Kempelmann (Torwart, 32 Jahre), Malte Hülsbeck (Torwart, 31) – Chian Acar (20), Theis Arntjen (26), Nils Bollmann (29), Nils Frenzel (30), Hergen Fröhlich (29), Julian Gläser (26), Jannik Gutschner (26), Thorsten Hagels (33), Jasper Hesse (22), Kevin Imkeit (31), Niklas Isserstedt (21), Derk Janssen (25), Matti Lüers (19), Michel Lüers (22), Johann Onneken (24), Laurent Sahin (25), Steven Scharf (28), Daniel Schäfer (39), Jonas Siegert (26), Daniel Trost (26), Pablo Urrutia Cordero (33), Joshua Völkerink (23), Raphael Dourado Goncalves (29, Trainer).

Lars Blancke
Lars Blancke Sportredaktion
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Wo ist der Obdachlose hin? Kurz vor der Einmündung des Heidkamper Wegs in die Metjendorfer Straße in Neusüdende hatte sich der Mann mehrere Monate aufgehalten.

OBDACHLOSER IN NEUSÜDENDE Einsatz von Landkreis und Polizei – Mann wird jetzt medizinisch versorgt

Frank Jacob
Neusüdende
Analyse
Am Sonntag, 26. Juni,  war in Thüringen über Landräte, Oberbürgermeister, Bürgermeister sowie über Kreistage, Stadt- und Gemeinderäte abgestimmt worden. Nun stehen Stichwahlen vor der Tür.

STICHWAHLEN IN THÜRINGENS KOMMUNEN IM JUNI „AfD neben der CDU sozusagen die Volkspartei“

Mey Dudin Büro Berlin
Nach einer Fahrt unter Cannabiseinfluss ist der Führerschein weg. Durch das Cannabisgesetz ändern sich aber nicht nur die Blutwerte, ab denen die Fahrerlaubnis entzogen wird, sondern auch, wie man sie zurückbekommt. Der Fachdienst Straßenverkehr des Landkreises Wesermarsch erklärt, warum Kiffer nicht mehr zur MPU müssen (Symbolbild).

FÜHRERSCHEINENTZUG NACH CANNABISKONSUM Kiffer müssen nicht mehr zwingend einen „Idiotentest“ ablegen

Tim Rosenau
Brake
Das Café und Bistro „de Mood“ an der Schlachtstraße in Jever: Hier am Brunnen ist es an Himmelfahrt zu rassistischem Gegröle gekommen.

GEGRÖLE WIE AUF SYLT Café-Inhaberin aus Jever nach rassistischem Vorfall enttäuscht von Polizei

Svenja Gabriel-Jürgens
Jever
Ein Song von DJ Gigi D’Agostino wird derzeit von rechten Kreisen umgedichtet.

DISKUTIEREN SIE MIT! Partysong „L’amours toujours“ auf Feiern verbieten, um rechtes Gegröle zu verhindern?

Annika Schmidt
Oldenburg