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NWZonline.de Sport

VfL-Handball-Frauen wollen Vipers-Präsenz stören

15.01.2020

Oldenburg Platz neun mit 7:13 Punkten – das hätte Trainer Niels Bötel am ersten Saisonspieltag der Handball-Bundesliga sicherlich so unterschrieben, wenn es ihm jemand angeboten hätte. Angesichts des fortgesetzten Verjüngungsprozesses und dem zum Teil damit verbundenen Weggang der Leistungsträgerinnen Angie Geschke, Kim Birke und Cara Hartstock sowie dem heftigen Verletzungspech beim VfL Oldenburg zum Saisonbeginn war mit dieser Ausbeute nicht unbedingt zu rechnen.

Ganz anders stellt sich die Situation beim nächsten Heimspiel-Gegner der VfL-
erinnen dar. Die Bad Wildungen Vipers gastieren an diesem Mittwoch (19.30 Uhr) als Vorletzter in der kleinen EWE-Arena. Nur ein Sieg und 2:18 Punkte stehen zu Buche. Den Erfolg allerdings schaffte das Team von Trainerin Tessa Bremmer gegen FA Göppingen – und bei den Göppingerinnen gingen die VfL-Frauen im ersten Spiel dieses Jahres mit 21:30 unter. Ob das was zu bedeuten hat, darüber ließe sich sicherlich trefflich streiten.

Nichts zu diskutieren gibt es aber an der indiskutablen Tabellensituation der Vipers. Seit dem Aufstieg in die Bundesliga im Sommer 2014 hatte Bad Wildungen jede Saison auf dem 10. oder 11. Tabellenplatz abgeschlossen. Das war sicherlich auch das Ziel für die laufende Spielzeit, wenn sich die HSG nicht gar einen einstelligen Tabellenplatz auf die Fahne geschrieben hatte. Von diesem trennen die Vipers nun aber bereits fünf Punkte.

Zwei weitere Male schnupperten die Vipers an weiteren Zählern, beim 25:26 gegen die HSG Blomberg-Lippe und dem 24:25 bei Bayer Leverkusen konnten sie sich diese aber knapp nicht schnappen. Der Jahresstart in 2020 verlief wie beim VfL ernüchternd – beim Aufsteiger Mainz 05 verlor das Team mit 26:30.

Und das mit einer neuen alten Bekannten: Einen Tag vor dem Spiel in Mainz gaben die Vipers bekannt, dass sie ihre langjährige Leistungsträgerin Miranda Schmidt-Robben aus dem „Ruhestand“ zurückgeholt haben. Ein paar Tage später wurde bekannt, warum: Da trennte sich der Club von der tschechischen Rechtsaußen Anna Frankova, die bereits seit einigen Partien nicht mehr im Kader gestanden hatte. Die Trennung sei „kein einfacher Prozess“ aber eine „notwendige Lösung“ gewesen, teilte Geschäftsführer Uwe Wimpel laut „Waldeckischer Landeszeitung“ mit. Offenbar war Frankova „wegen eines gröberen Fehlverhaltens aus vereinsinternen Gründen suspendiert worden“, schrieb das Blatt. Sie steht jetzt beim Schweizer Erstligisten Rot-Weiss Thun unter Vertrag.

Schmidt-Robben dagegen soll den Vipers im Kampf um den Klassenerhalt helfen. Die 33-jährige Niederländerin hatte schon von 2009 bis 2018 für Bad Wildungen gespielt, dann aber ihre Karriere eigentlich beendet. „Der Anruf kam völlig unerwartet“, erklärte die zweifache Mutter Schmidt-Robben in der Vereinsmitteilung: „Ich habe erstmal im Keller geschaut, ob die Handballschuhe noch da sind und dann nach Rücksprache mit meiner Familie aus dem Bauch heraus entschieden, es noch einmal zu versuchen.“ Der erste Versuch war ganz gut: Gegen Mainz gelangen ihr drei Treffer.

VfL-Trainer Bötel hält die Bad Wildungerinnen jedenfalls für stärker, als es die Tabelle aussagt. „Der Tabellenplatz der HSG spiegelt nicht ihr Potenzial wider. Wir erwarten ein Spiel auf Augenhöhe“, warnt der Oldenburger Trainer, der nach der heftigen Niederlage in Göppingen aber unbedingt die Punkte in Oldenburg behalten möchte: „Natürlich stehen unsere Gäste unter Druck, aber das wollen wir nutzen, um auch den Trend, der sich in den letzten Spielen bei uns gezeigt hat, zu bestätigen und zu Hause zu gewinnen. Wir wollen die Präsenz der Vipers auf der Platte stören, um erfolgreich zu sein.“

Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
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